Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1951294
Muskeln 
Rumpfes. 
des 
353 
findet sich längs dem Rande des Brustkorbes, der dritte in der 
Höhe des Nabels und der zweite ungefähr in der Mitte zwischen 
diesen beiden. Durch die Eigentümlichkeit im Bau der beiden Muskeln 
entstehen vom Nabel an nach aufwärts sechs nahezu vierseitige, erhabene 
Felder, welche bei muskulösen Männern zwar schon während der Ruhe etwas 
hervortreten, während derZusammenziehung jedoch genauer zu verfolgen sind. 
Die Antike hat an einzelnen Figuren mit großer Meisterschaft diese Form des 
Muskels ausgedrückt (Borghesischer Fechter). Der Verlauf des obersten Sehnen- 
X 11' Nr Ä 
Muskelecke  , I lk  
k I 
x  5 
   V11;   Rand d. Rectus 
 I. I I, 
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Leistenlinie------    ;   Spina 
l l 4 L  t 1.  
Bauchlinic----    els en m16 
    
Schenkelbeuge-H"  um Sehenkelbeuge 
Fig. 174. Nach einer Photographie von KOCH 8x RIETI-I in "Der Akt." (Internat. Kunst- 
verlag BAUER 8c Cie., Blatt N0. 73.) Mann von etwa 40 Jahren. Am Unterleib die 
Trennungslinie zwischen Bauch und Schamberg durch Fettanhäufung besonders deut- 
lich. Das linke Bein ist etwas vorgesetzt, dadurch ist die Leistenlinie links stärker 
als rechts, wo sie nur durch feine Schatten angedeutet ist. Die rechte Beckenhälfte 
steht höher als die linke (vergleiche die Stellung der beiden Spinae). 
Streifens, der sich zum großen Teil doch nicht vollständig dem Verlauf des sieben- 
ten Rippenknorpels anschließt, ward freilich auch der Antike niemals völlig klar, und 
dort macht sich auch stets eine gewisse Unsicherheit bemerkbar. Es ist selbst für 
den Geübten schwer, Muskelzacken, Sehnenstreifen, Rippenknorpel und den Einüuß 
des Schwertknorpelfortsatzes vollständig auseinanderzuhalten. Nur dadurch, daß man 
die Muskeln während ihrer vollen Wirkung mit dem Aussehen in der Ruhe vergleicht, 
werden die Einzelnheiten verständlich. 
Besondere Merkmale der Zwischensehnen: Ihr Verlauf ist zickzack- 
förmig auf- und absteigend. Der oberste Streifen beginnt am unteren Rand des 
Schwcrtknorpelfortsatzes (Fig. 172 Nr. 18), steigt etwas in die Höhe, folgt dann eine 
Strecke weit dem Verlauf der siebenten Rippe, um dann wieder gegen den Zwischen- 
raum der sechsten zur siebenten in die Höhe zu steigen. Durch diesen Verlauf ent- 
KOLLMANN, Plastische Anatomie. II. Anti. 23
        

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