Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950601
284 
Siebenter Abschnitt. 
Das 
Ohr 
Das äußerlich sichtbare Ohr ist nur ein Teil des Gehörorgans, 
dessen physiologisch wichtigster Abschnitt in der Tiefe des Schädels und 
zwar in dem Felsenbein verborgen liegt. Das Ohr stellt für die Schall- 
leitung eine Art von Hörrohr dar, welches die Schallwellen fängt und 
nach innen leitet. Es besteht aus der Ohrmuschel und einer nach 
innen gehenden Fortsetzung, dem Gehörgang, der in der Tiefe durch 
das Trommelfell abgeschlossen ist. Das Ohr kehrt seine Konvexitat dem 
Schädel zu, seine Konkavität vom Schädel ab. Innerhalb dieser K0nka- 
vital: treten wallartige Erhebungen und dazwischen Vertiefungen auf, 
welche der Rand der Muschel umschließt. 
Unt. Schenk, d. Gegenleiste 2'- 
Vord. Schenkel derLeiste 55 
Oberer Einschnitt 9' 
Ecke 104 
Unterer Einschnitt ill- 
Ohrläppchenilz  
-1 Ohrleiste  
P2 Ob. Schenkel d. Gegeuleiste 
"3 Dreieckige Grube 
"in Gegenleiste 
-5 Hint. Schenk. (1. Gegenleiste 
--6 Muschelhöhle 
_.4Gegen1eiste dicht an der 
Ohrleiste liegend 
'-7 Gegenecke 
-8 Entlekler Gegenleiste 
"5" Schwanz 
Fig. 149. 
Die ovale Ohrmuschel, welche den breiten Teil des Ovales nach oben 
wendet, ist zum größten Teil von einem lfz cm breiten umgekrempten 
Rand eingefaßt, der Ohrleiste (Helm, Fig. 149 Nr. 1) heißt. Diese Ohr- 
leiste entspringt vorn in halber Ohrhöhe, mit zwei Schenkeln. Der 
vordere taucht aus der Wangenhaut auf, Figur 149 Nr. 5', der hintere 
Nr.5 aus der Tiefe der Muschelgrube. Die Ohrleiste steigt nun erst eine 
Strecke von 11[4-11f2 cm in die Höhe und wendet sich dann in einem 
stumpfen Winkel nach hinten. Dieser umgekrempte Rand ist nicht überall 
gleich breit, und sein angewachsener Teil, der in die hintere Fläche über- 
geht, ladet sich, namentlich an zwei Stellen stärker aus: die eine liegt 
nach vorn von dem höchsten Punkt der Ohrmuschel, die andere nach 
hinten, wo die gewölbte Begrenzungslinie aufhört, und in gerader Rich- 
tung nach ab- und vorwärts gegen das Ohrläppchen sich wendet (Fig. 149 
unterhalb der Nr.3). In der Nähe des Ohrläppchens wird der Rand
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.