Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950464
270 
Siebenter Abschnitt. 
sind, sondern weil durch das Erstarren des Fettes im Innern der Augen- 
höhle der Augapfel tiefer sinkt und der Luftdruck durch das Anpressen 
der Haut den Knochenrand scharfer hervortreten läßt. Die Gesichts- 
Inaske des toten NEWTON laßt die obere Hälfte der Orbitalfurche 
und einen Teil des äußeren Augenhöhlenrandes, der von dem Wangenbein 
hergestellt wird, wohl erkennen. Der Beginn der Furche an der Nasen- 
seite ist in Figur 142 bei Nr.1 zu sehen; nachdem die Furche ihren Weg 
verfolgt hat, lauft sie bei Nr.2 auf der Schläfenfläche aus. Die untere 
Hälfte der Orbitalfurche ist durch eine Falte markiert, die hoch am 
inneren Augenwinkel beginnt und an der Nasenseite herabzieht, um all- 
mählich auf der Gesichtsfiäche auszulaufen. Der übrige Teil des unteren 
Augenhöhlenrandes ist durch eine kleine Bogenlinie angedeutetp 
Fig" 
140. 
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Gesicht einer 90 jährigen 
Frau. 
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Fig. 141. Gesicht eines alten Mannes. 
Die 
Augenbrauen 
(Slwercilia). 
Die obere Augenhöhlengegend zeigt den buschigen Haarbogen der 
Augenbrauen, ein Schmuck des menschlichen Antlitzes; sie bilden einen 
malerischen Übergang von der gleichmäßigen Farbe der Stirn zu dem 
Wechsel, den die Farben des Auges, der Wangen und der Lippen in 
das Gesicht der hellfarbigen Rassen bringen. 
Die Augenbrauen beginnen über der Nasenvilurzel mit breitem, buschi- 
gem Ansatz, streichen bogenförmig nach aufvilarts gekrümmt längs des 
oberen Augenhöhlenrandes hin und erstrecken sich bis an den Jochfort- 
satz des Stirnbeines, wobei sie allmählich an Starke abnehmen. Sie be- 
stehen aus dicken, kurzen, schräg nachaußen gerichteten Haaren. Wie 
die Wimperhaare," haben auch sie nur ein sehr beschränktes Wachstum, 
so daß ihre Lange fast stationär bleibt. Verschmelzung der Brauen in 
der Mittellinie über der Nase soll Harte und Festigkeit des Charakters 
anzeigen. Man halt heute mit Recht nichts mehr auf solche physiogno- 
mische Weissagung, soviel ist aber richtig, daß verwachsene Brauen dem 
Gesicht einen charakteristischen, starken Ausdruck geben, namentlich dann, 
wenn sie am inneren Ende langer sind oder gar in dichten Büscheln
        

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