Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950403
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Siebenter Abschnitt. 
Wangenbeines auf manche Eigenschaft hingewiesen, welche für die Lagerung 
des Augapfels und seine nächste Umgebung von Wert ist. Die Wände der 
Hohlpyramide zeigen, abgesehen von der schon erwähnten Eintrittsstelle 
des Sehnerven (Fig.132 Nr. 4) und anderen kleinen Öffnungen für Blut- 
gefaße und Nerven, zwei klaffende Spalten, welche in der äußeren Wand 
sich beiinden (Fig. 137). Die obere Augenhöhlenspalte führt in die 
Schädelhöhle und dient zum Durchgang von Nerven für die Augen- 
muskeln, den Augapfel und seine Ümhüllungen, die untere Augen- 
höhlenspalte führt an den Schädelgrund hinab in die Flügelgaumen- 
grub e. Durch diese untere Spalte Fließt vorzugsweise das Venenblut des 
Augapfels zu den tiefen Halsvenen ab. Die innere, nach der Nasenseite 
Jochfortsatz  
Stirnbeins 
Wangenbein u- 
Oberkiefer 5- 
Zahnfortsatz d. e- 
Oberkiefers 
Unterkiefer 1- 
Vorderer Kinn- 
stachel 8  
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-9 Scheitelbein 
'10 Schläfenlinie 
41 Schläfenbein 
'12 Großer Keil- 
beinflügel 
.13 J ochbogen 
 " Wangenbein 
 14 Warzenfortsatz 
45 Aufsteigender 
Unterkieferast 
JE Unterkiefer- 
Winkel 
47 Kinnloch 
Fig. 137. 
V01! 
eines Europäers mit hohem Nasenrücken 
1. Stirnbein. 2. Stirnglatze. 
Schädel 
VOTD. 
befindliche Wand der Augenhöhle ist hinten von einer papierdünnen 
Knochenplatte verschlossen, vorn wird sie etwas stärker und umschließt 
das Thränenbein. Das Thranenbein zeigt eine senkrechte Leiste 
{Orvästa laorymalis), wodurch es in eine vordere kleinere und hintere größere 
Abteilung geschieden wird. Erstere stellt eine Rinne dar, welche mit 
einer ähnlichen Rinne an dem Stirnfortsatz des Oherkiefers die Thränen- 
sackgrube vervollständigt, deren Fortsetzung den absteigenden Thran en- 
nasenkanal darstellt. 
Die knöcherne Umrandung des Augenhöhleneinganges unterliegt in 
Größe und Form manchen Verschiedenheiten; die größten Gegensätze 
bestehen in folgendem: Der Eingang ist entweder rundlich, weit auf- 
gerissen, oder viereckig und von oben nach unten zusammengedrückt, 
so daß der Augenhöhleneingang wie ein Parallelogramm mit zwei langen
        

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