Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950367
ZÜU 
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es derjenige des einheitlichen seitlichen Lichtes im Atelier. Sitzt das 
Modell der Art, daß es 3A Licht empfängt, dann erscheint in beiden 
Augen ein Lichtreflex, aber von verschiedener Größe. Jenes Auge, das 
dem Fenster zunächst ist, zeigt das eckige Bild des Fensters in viel 
stärkerem Grade und in größerem Umfang, als dasandere, das von dem 
Licht nur gestreift wird (Fig. 136). Bei Halblicht kann der Reiiex auf dem 
zweiten Auge völlig fehlen. 
Der Lichtreflex beschränkt sich bei seitlich auffallendem Licht nicht 
allein auf die Hornhaut, sondern erscheint, wenn auch abgedämpft und 
verwischt, auf dem Weißen des Auges, dicht neben der Hornhaut (Fig. 135), 
selbstverständlich an der _konvexesten Stelle des kugeligen Augapfels, 
welche eben von dem Lichte noch getroffen wird. Nachdem sich die 
Wölbung der Kugel in die Tiefe der Augenhöhle zurückzieht, erhält 
ö Deckfalte des oberen Lides 
f  xi? „.1 Oberes Lid 
  2 U m m 
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21' Deckfalte des unteren Lides 
Fig. 134. 
Auge 
VOIl 
Seite 
der 
gesehen. 
dieser Reflex die Form eines spitzen Dreiecks mit verwaschenen Rändern, 
dessen Spitze im Augenwinkel, dessen Basis an der Hornhaut liegt, 
Noch ist eines zweiten abgeschwächten Lichtreflexes Erwähnung zu thun, 
welcher auf dem Weißen des Auges dicht neben der Hornhaut, aber auf der von 
dem Licht abgekehrten, also der Schattenseite des Auges entsteht. Auch er verdankt 
seinen Ursprung der Wölbimg des Augupfels, welche von dem seitlichen Lichte eben 
noch etwas gestreift wird.  Die Hornhaut nimmt in vorgerückten Jahren stellen- 
weise das Aussehen der weißen Augenhaut an und verliert etwas an Durchsichtigkeit. 
So in jener Altersmetamoiphose, welche am Rande als Greisenbogen auftritt. 
Er fangt in der Regel am unteren Hornhautrande als graue Trübung unter der 
Form einer schmalen Mondsichel an. Später folgt eine ähnliche; am oberen Rande 
der Hornhaut nach. Beide fließen, bei fortschreitender Zunahme, mit ihren Enden 
ineinander.  
Die vordere Augenkammer (Fig. 132 Nr.3) erstreckt sich von der 
hinteren Fläche der Hornhaut bis zur vorderen Fläche der lris in einer 
Ausdehnung von 31f2 mm. Sie ist am lebenden und toten Auge zu sehen, 
An der Figur 134 ist der Abstand zwischen der Hornhaut und der Iris 
wohl ersichtlich. 
Die Iris oder Regenbogenhaut fällt durch ihre Farbe auf, welche
        

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