Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950245
248 
Siebenter Abschnitt. 
Die 
Muskeln 
der 
Nase. 
Die Muskeln der Nase stellen eine dritte Muskelgruppe des Antlitzes 
dar, welche aus verengenden und erweiternden Bündeln besteht. Sie 
wird einerseits durch die zur Nase verlaufenden Teile anderer Gesichts- 
muskeln, andererseits durch solche Bündel dargestellt, welche dem Organ 
selbst angehören.  
Der Nasenmuskel (M. nasalis) bildet eine dünne, vom Oberkiefer 
in der Nähe der Schneidezähne entspringende Platte, die sich aufwärts 
auf die knorpelige, äußere Nase erstreckt. Die Ursprünge des Muskels 
und ein Teil seines Verlaufes werden vom viereckigen Muskel der Ober- 
lippe bedeckt. Teile dieses Muskels (Fig. 124 Nr. 5) steigen über den 
Nasenflügel in die Höhe und breiten sich facherartig bis zu dem Nasen- 
rücken aus, während andere Muskelbündel zu dem Knorpelrande des 
Naseniiügels gehen.  
Der Niederzieher der Nasenscheidewand (Depressorsepti, Fig. 124 
Nr. 6) besteht aus Fasern des Ringmuskels des Mundes, welche an dem 
unteren Rande des Nasenscheidewandknorpels endigen. 
Der Pyramidenmuskel der Nase (M. procerus, Fig. 124 _Nr.3) ist 
ein dünner Muskel, der von der Nasenwurzel bis zu der Mitte des 
Nasenrückens herabsteigt und sich in dessen Haut verliert. 
Zu diesen Muskeln der Nase kommen die schon bei der Muskulatur 
der Munclspalte erwähnten Bündel des vierseitigen Muskels der Oberlippe, 
welche vom Stirnfortsatz des Oberkiefers entspringen (Fig. 124 Nr. 4). Die 
für die Nase bestimmte Portion endigt in der Haut des Nasenilügels. 
Die Muskeln für die Bewegungen der Lid- und der Mundspalte hängen 
vielfach untereinander zusammen. Daher kommt es, daß in man- 
chen Fällen die Grenzen und die Endigung der einzelnen Komplexe in 
der Haut nicht vollkommen nachweisbar sind. Die individuellen Ver- 
schiedenheiten in der Größe und in der Verbreitung der einzelnen Mus- 
keln bedingen die individuellen Verschiedenheiten eines bestimmten 
Gesichtsausdruckes. Lachen und Weinen ist bei allen Menschen in den 
Hauptmerkmalen zwar identisch und durch die übereinstimmenden 
Spannungszustände der Haut charakterisiert, aber es bestehen feine Unter- 
schiede unter sonst gleichheitlichen Bedingungen, die wahrscheinlich 
auf der Variation der kleinen Gesichtsmuskeln beruhen. 
Muskeln 
des 
äußeren 
Ohres 
und 
des 
Schädeldaches. 
Das Ohr besitzt zwei {verschiedene Muskelgruppen. Die eine 
ist direkt der knorpeligen Ohrmuschel aufgelagert; die andere entspringt 
vom Kopf und erhält am Knorpel des äußeren Ohres ihren Ansatz. Da
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.