Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950238
Muskeln 
Kopfes. 
des 
247 
länglich, ungefähr 8 min breit; er entspringt von der äußeren Fläche des 
Jochbeines, steigt Schräg zu dem Mundwinkel herab, endet gleichzeitig an 
der vorderen (Haut) und hinteren (Schleimhaub) Fläche und beteiligt sich 
nicht an der Bildung des Ringmuskels. Er zieht, wie schon sein Verlauf 
andeutet, nach hinten und oben. 
Der Lachmnskel (Risorius, Fig. 125 Nr. 5), dünn, dreieckig, ist eine 
selbständig gewordene Zacke des Hautmuskels des Halses (Fig. 125 Nr.6). 
Diese Mnskelzaclze steigt über den Rand des Unterkiefers in die Höhe, 
empfängt aber noch neue Fasern auf ihrem Weg und zieht gegen den 
Mundwinkel hin, um in dessen Haut zu endigen. 
Diesen 
Muskeln 
stehen 
3.11 
der 
Unterlippe 
gegenüber 
der vierseitige Unterlippenmuskel (M. quadratus Zabizl inferzforis). 
Die vierseitige Muskelspalte entspringt am Rande des Unterkiefers (Fig. 124 
Nr. 10) zwischen Kinnhöcker und Kinnloch und verliert sich in der Unter- 
lippe in der Weise, daß ein Teil der Fasern in der Haut, ein anderer 
Teil den Ringmuskel durchbrechend, in die Schleimhaut ausstrahlt. Es 
steht also immer die ganze Dicke der Lippe unter der Wirkung eines 
solchen Muskelansatzes. Wie die Figur 124 andeutet, ist er seitlich be- 
deckt von dem dreieckigen Muskel, der also entfernt werden muß, soll 
die vierseitige oder vielmehr die rhombische Gestalt klar zum Vorschein 
kommen. Zwischen den Bündeln des Quadratus brechen aus der Tiefe 
andere Muskelbündel hindurch, die als: 
Kinnmuskel (M. mentalis, Fig. 124 Nr. 11) bezeichnet werden. Haupt- 
ursprungsstätte ist das zwischen den Eckzähnen des Unterkiefers liegende 
Gebiet des knöchernen Kinne, die Endigung liegt in der Haut. Die 
Muskelbündel vermögen zweifellos die' Haut der Kinngegend etwas zu 
heben. Bei dem Weinen sieht man die Bündel oft zucken, wobei die 
Haut abwechselnd in kleinen Partien gehoben und dann wieder gegen 
den Knochen gepreßt wird. Er erzeugt wohl auch das Grübchen 
im Kinn. 
Diesen Muskeln, welche eine außerordentliche Mannigfaltigkeit der 
Bewegung erraten lassen, die bei dem Sprechen, Singen, Saugen, Kauen, 
Trinken, Pfeifen, Blasen u. s. w. in Verwendung kommt, gesellt sich noch 
ein, der Lippe ausschließlich zukommender Muskel zu: 
der gerade Lippenmuskel (M. rectus labioruvzz). Er gehört dern 
Randteil der beiden Lippen in ihrer ganzen Breite an und set-zt dle 
äußere Haut und die Schleimhaut durch schief nach innen. aufsteigende 
Bündel in Verbindung. Die Bündel verflechten sich dabei mit den lEndien 
der vierseitigen Muskeln und spielen offenbar eine keineswegs unwichtige 
Rolle, denn sie pressen den Lippenrand der Dicke 113.011 Zusammen und 
verlängern dadurch die Lippen. 
        

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