Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1950066
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Sechster Abschnitt. 
Spannung von ihm emporheben, dadurch würde nicht allein die Kraft der 
Muskeln zum größten Teil unverwendbar, auch die ganze Form des Fußes 
würde plump. S0 müssen denn, aus mechanischen Gründen, starke kreuz- 
weise durchflochtene Bandstreifen, die Sehnen auf dem Fußrücken fest- 
halten. Dabei ergiebt eine genauere Betrachtung, daß drei an der 
hinteren Fläche des Kreuzbandes entspringende Scheidewande sich 
zwischen die Sehnen des vorderen Schienbeinmuskels (Fig. 120 Nr. 3), des 
Großzehenstreckers (Fig. 120 Nr. 4) und des langen Zehenstreckers (Fig. 120 
Nr. 13) einschieben und gesonderte Fächer bilden (Hohlcylinderßin welchen 
die Sehnen geräuschlos auf- und niedergleiten. Würde durch eine plötz- 
Fig. 121. Rechter Fuß von außen gesehen nach Abnahme der Haut, mit dem Verlauf 
der Wadenbeiximuskeln um den äußeren Knöchel herum. Methode der Herstellung 
dieser Abbildung wie bei Fig. 113 S. 203. 
liche forcierte Aktion ein Fach zersprengt, so schnellte die Sehne aus 
ihrer Lage und Ware bleibend verrenkt.  
Alle Fächer sind mit einer sehleimabsondernden Membran geglättet, welche 
durch ihr schlüpfriges Sekret die Reibung der Sehne vermindert. Die unter dem 
Namen der Überbeine bekannten Geschwülste an dem Hand- oder Fußrücken sind 
sehr oft abgesehnürte Aussackungen dieser Sehnenscheiden, welche prall mit Schleim 
gefüllt sind.  Für die Sehne des Sehienbeinmuskels existiert eine etwas freiere Be- 
wegung, deshalb sieht man die Sehne bei bestimmten Stellungen (Dorsalflexion) trotz 
des Kreuzbandes durch die Haut hindurch zu dem inneren Fußrand ziehen. Das Bündel 
der Sehnen des langen Zehenstreckers wird bei derselben Stellung ebenfalls etwas 
deutlich. Man sieht es von dem Fußrüeken sich abheben, und dadurch den Spann 
auf seiner höchsten Stelle etwas kantig machen. Über und unter dem Kreuzband 
hören die querziehenden Fasermasscn der Faseie allmählich auf und erlauben die 
Einsicht selbst in die feinsten Formendetails (siehe die Figg. 113 S. 203 und 122), vor- 
zugsweise an mageren Füßen.
        

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