Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1949790
Skelet der 
Gliedmaßen. 
203 
giebt dem Fuße ein gemeines Aussehen. Bei der Figur 112 ist die Kon- 
kavität gering und die Form der Ferse gut. Im besonderen ist zu be- 
rücksichtigen, daß der obere Teil des Fersenbeines, dort wo sich die 
Achillessehne ansetzt (Fig. 112 Nr. 2), der am meisten vorragende Punkt 
ist. Der Ansatz der Sehne bedingt eine leichte Schwellung. Unter der 
Schwellung Nr. 2 folgt eine Schwellung Nr. 3, sie rührt von dem mächtigen Fett- 
polster der Ferse her. Oberhalb der Schwellung Nr. 2 sinkt der Kontur leicht 
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Schienbeinmuskel 
(Sehne). 
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Großzehenstrecker. 
I. Keilbein. 
LangnGroßzehenstrecker. 
"Mittelfußkzmochen der 
gr. Zehe. 
 Großzehenballen. 
Fig. 113. Fuß eines kräftigen Mannes von vorn gesehen, mit den von außen nach 
innen konvexen Bogen der Mittelfußknochen. Vergl. Figur 105 von S. 194. Nach 
einer Leiche und nach photographischer Aufnahme. Das Bein war bald nach dem 
Tod mit Formol fixiert worden. 
ein, um dann bei Nr. 1 allmählich wieder hervorzutreten. Die Schwellung 
Nr. 2 und weiter oben, jene bei Nr. 1 ist in der Antike wiedergegeben worden 
und zwar schon in der archaischen Periode, wie z. B. bei den Agineten, 
dann aber auch später noch bei dem borghesischen Fechter, bei dem 
Laokoon und dem Farnesischen Herkules. Die Kenntnis dieser Einzeln- 
heiten geht später verloren. Das seltene Vorkommen bei den Lebenden 
von heutzutage, darf man vielleicht auf die Veranstaltung der Füße durch 
allzuknappe oder unrichtig geformte Schuhe zurückführen.
        

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