Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1949775
der Gliedmaßen. 
Skelet 
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denn seine Flächen und Ränder sind sehr uneben. Die obere Fläche 
fallt gegen den äußeren Fußrand ab, die untere ist tief ausgehöhlt 
(Szdcus ossis cuboideri) für die Sehne des langen Wadenbeinmuskels; die 
äußere, ist die kleinste und verdiente mit mehr Recht als äußerer 
Rand bezeichnet zu werden, denn die obere und untere Flache konver- 
gieren und die von der unteren Fläche erwähnte Rinne ist schon an der 
äußeren Bäche bemerkbar. Die vordere Flache besitzt zwei Facetten 
für die Basis des vierten und fünften Mittelfußknochens. 
Die 
Knochen 
des 
Mittelfußes. 
Der auf die Fußwurzel folgende Abschnitt des Fußes besteht aus 
fünf, eine Querreihe bildenden Knochen, welche in einer von außen nach 
innen konvexen Ebene nebeneinanderliegen (Fig. 110). Sie sind kurze 
Röhrenknochen, der Länge nach ein wenig aufwärts gebogen, mit einem 
schmälerenMittelstück, mit einem hinteren dicken und einem vor- 
deren kugelig geformten Ende. Sie teilen diese Eigenschaften mit den 
Knochen der Mittelhand. Der erste Mittelfußknochen, der großen 
Zehe angehörig, unterscheidetsich von den übrigen durch seine Kürze 
und Stärke. An der unteren Fläche des überknorpelten Köpfchens erhebt 
sich ein längsverlaufender Kamm, zu dessen beiden Seiten in sattelförmig 
gehöhlten Furchen die beiden Sesambeine liegen. Der Mittelfuß- 
knochen der zweiten Zehe ist der längste. Der Mittelfußknochen 
der kleinen Zehe zeichnet sich nebst seiner schief von oben nach unten 
etwas zusammengedrückten Gestalt noch durch einen Höcker aus  
welcher am äußeren Fußrande über das Würfelbein hinausragt, und 
durch die Haut leicht gefühlt werden kann; überdies zeigt auch eine 
leichte Wölbung des äußeren Fußrandes deutlich die Stelle an, wo dieser 
Höcker unter der Haut verborgen ist. Bei mageren Füßen wird er zu 
einem Hügel ausgebaucht, auf dessen Gipfel oft ein, durch Reibung mit 
dem Leder der Fußbekleidung gebildetes Hühnerauge thront. 
Die Mittelfußknochen bilden zugleich mit der Fußwurzel einen Bogen, 
der in doppeltem Sinne gewölbt ist, einmal von hinten nach vorn (Fig. 112), 
wodurch der Hohlfuß entsteht. Wie ein aus Bausteinen geformtes Ge- 
wölbe berührt der Bogen nur mit seinem hinteren und vorderen Ende 
die Grundfläche. Die Spannung des Bogens ist veränderlich; er flacht 
sich ab, wenn beim Stehen die Last des Körpers auf ihm ruht, und nimmt 
die frühere Wölbung wieder an, sobald er von diesem Gewicht, wie bei 
dem Sitzen, befreit wird. Gelenke und Bänder sind der Grund dieser 
Elastizität des Fußskeletes.  
Bei den Füßen muß der Spann oder Rist nach oben gewendet sein, 
nicht schräg nach innen, wie dies bei den Plattfüßen, den nach innen 
getretenen Füßen, der Fall ist. An dem Durchschnitt Figur 112 ist das
        

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