Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1949505
Die 
Verbindung 
des 
Kreuzbeins 
mit 
dem 
Hüftknochen. 
Die Hüftknochen besitzen an dem, dem Kreuzbein zugewendeten 
breiten Rande die ausgedehntesten Mittel zu einer festen Verbindung. 
Die sich berührenden Oberflächen sind uneben; in die Vertiefungen der 
einen greifen Erhebungen der anderen ein. Straße Kapseln und Ver- 
starkungsbänder bringen eine Verbindung zustande, welche dem heftigsten 
Stoß durch Sprung oder Schlag widersteht. Darunter sind zu nennen: 
a) das Sitzknorren-Kreuzbeinband (Ligamentum tubcroso-sacruwz), 
welches am Sitzknorren entsteht und nach oben lauft, um an dem hin- 
teren unteren Darmbeinstachel und am Rande des Kreuz- und Steißbeins 
zu endigen; b) das Sitzstachel-Kreuzbeinband (Ligamentum spinoso- 
sacrum), kürzer als das vorhergehende; es entspringt von dem Sitzstachel, 
kreuzt das vorerwahnte Band, und zieht dann ebenfalls zu dem Seitenrande 
des letzten Kreuzwirbels und des Steißbeins. Durch die Kreuzung beider 
Bänder entstehen zwei Löcher an dem hinteren Umfang des Beckens, 
welche als großes und kleines Sitzbeinloch unterschieden werden. An 
dem natürlichen Skelet sind diese Bänder durch die Fäulnis und damit 
auch die Löcher verschwunden und nur die Buchten an dem hinteren 
Rande des Hüftbeinknochens erhalten, welche als großer und kleiner 
Sitzbeinausschnitt (Incisura ischiadica majm- und wzmor) bezeichnet 
werden. Ihre gemeinschaftliche Grenze stellt der Sitzstachel dar. Durch 
den Wegfall der eben beschriebenen Bänder wird das Rumpfende des 
Skeletes von hinten her betrachtet ein weitklaffendes, mit großen und 
kleinen Ausschnitten versehenes Loch, in dessen Mitte sich das Steiß- 
bein hinabsenkt (Fig. 2 S. 22).  
Das 
Becken 
als 
Ganzes. 
Das Becken führt seinen Namen von dem runden, oben weiten Gefäß, 
dessen man sich zum Waschen der Hände und F üße schon im Altertum 
bediente, und das lateinisch Pelvis und griechisch Pelis hieß. Diese Be- 
zeichnung ist wenig zutreffend für das skeletierte Becken mit seinen un- 
regelmäßigen Rändern und seinen weiten Löchern, dagegen entspricht der 
Name sehr gut demjenigen Raum, der in dem lebenden Körper durch die 
das Becken umhüllenden Weichteile gebildet wird. Öffnet man. an der 
Leiche den Unterleib, dann hat der Schlußteil des Stammes eine große 
Ähnlichkeit mit einem tiefen Waschbecken, das einen oberenweiten Um- 
fang, das große Becken genannt, besitzt. Seine Wände werden von den 
beiden Darmbeinen, von der Lendenwirbelsaule und von der muskulösen 
Bauchwand gebildet. Die Höhle des großen Beckens dient zur Ver- 
größerung der Bauchhöhle und geht, sich trichterförmig verengernd, in 
die Höhle des kleinen Beckens über.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.