Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1949134
der Gliedmaßen. 
Skelet 
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trieben, doch jedes in anderer Art, das obere ist keulenförmig und trägt 
einen kugeligen Gelenkkopf, das untere ist breit und trägt einen cylin- 
drischen Gelenkkopf, der überdies quer liegt. Der obere Gelenkkopf, 
der in der Gelenkpfanne des Schulterblattes sitzt (ltig. 70 Nr. 15), ist 
nach innen zu durch eine seichte Furche von dem übrigen Knochen 
getrennt, namentlich auch von zwei in der Nähe befindlichen Hockern. 
Der größere Höcker  majus, Figg. 69-71 Nr. 16) ragt nach 
außen; an ihn befestigen sich mit starken Sehnen die Muskeln der oberen 
und unteren Schulterblattgrube. Etwas nach vorn und innen liegt der 
kleine Höcker (Tuberczaluvnvizimts, Figg. 69 und 71 Nr. 17), von dem vorigen 
durch eine deutliche Furche getrennt, in der die Sehne des Biceps zu 
dem oberen Rand der Grelenkpfanne hinauf steigt (Fig. 74 Nr. 9). Sowohl 
vom großen als kleinen Höcker sieht man Leisten, welche Ansatzlinien 
für Muskeln sind, nach abwärts verlaufen. 
Die Knochenleiste, welche vom großen Höcker herabkommt, heißt 
Spina tuberaztli magbris (Figg. 69 und 71 Nr. 18), sie wird von der Inser- 
tionssehne des großen Brustmuskels eingenommen und führt auf eine 
an der äußeren Seite des Oberarmknochens befindliche rauhe Stelle (Tu- 
berositas lzunzerz), die Insertion des Deltamuskels (Figg. 69-71 Nr. 19). Die 
Knochenleiste, welche von dem kleinen Armbeinhöcker herabkommt (Spind 
tube-rezzvli wzino-ris, Figg. 69 und 71 Nr. 18), dient dem breiten Rückenmuskel 
zum Ansatz.  Unterhalb dieser rauhen Stelle wird das früher nahezu 
cylindrische Mittelstück allmählich dreieckig. Die hintere Fläche wird 
durch zwei Kanten, eine innere und äußere, von der vorderen Fläche ge- 
trennt. Die äußere Kante endigt nach vorn umbiegend auf einem 
stumpfen Fortsatz, dem äußeren Knorren (Epieonolylus lateralis, Figg. 
69_71 Nr. 20), von dessen Umfang die Muskeln der Streckseite des 
Vorderarmes entspringen. Die innere Kante verdickt sich ebenfalls zu 
einem Knorren, dem inneren (Epicondylus anedialis, Bligg. 69 und 70 
Nr. 21), viel größer als der äußere; seine rauhe Vorderfläche dient 
Beugern des Vorderams zum Ursprung, während an seiner hinteren, 
platten und mit einer seichten Furche versehenen Fläche der Ellbogen- 
nerv gegen die Hand hinabzieht. Stoß oder Druck an dieser Stelle auf 
den über dem Knochen liegenden Nerven erzeugt das bekannte, zwar 
bald vorübergehende, aber doch sehr heftige Prickeln in der Hand. Der 
Volksmund nennt diese Stelle hläuschen. Der innere Knorren springt 
durch die Haut hervor und bildet eine deutliche Ecke. Zwischen diesen 
beiden Höckern liegt die etwas nach vorn gerichtete Gelenkiiäche für die 
beiden Vorderarmknochen, aus zwei Abteilungen bestehend; die nach 
innen liegende (zur Verbindung mit der Elle) heißt die Rolle (Trochlea, 
Fig. 69 Nr. 22), die andere nach außen liegende, kleinere, das Köpfchen 
(Oapitzeluvn), zur Verbindung mit der Speiche (Fig. 69 Nr. 23). Der Ober- 
armknochen der Frau und Jungfrau ist von demjenigen des Mannes
        

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