Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plastische Anatomie des menschlichen Körpers
Person:
Kollmann, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1947221
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1948741
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Vierter Abschnitt. 
Fortsätze aus, welche entweder zur Verbindung der Wirbel untereinander, 
Gelenkfortsätze (Figg.53-55 Nr. 4), oder zum Ansatz von Muskeln dienen, 
Muskelfortsätze (Fig. 55 Nr. 5 u. ß). Die Wirbelsäule besitzt einen be- 
deutenden Grad von Beweglichkeit. Jeder Wirbel kann sich nämlich 
mittels der Gelenke und der elastischen Bänder auf seinen Nachbarn ver- 
schieben, sobald die Muskeln. welche an ihnen befestigt sind, sich ver- 
kürzen. Drei Fortsätze sind für Muskelinsertionen bestimmt. Der eine 
ist unpaar und wächst von der Mitte des Bogens nach hinten; es ist der 
für den Künstler wichtigste: der Dornfortsatz (Processus Spinosus), weil 
er in der Mittellinie des Rückens sehr häufig gesehen und stets gefühlt 
werden kann (Figg. 53-55 Nr. 6); die beiden anderen, die Querfortsätze 
(Processus transversi, Figg. 53-55 Nr. 5), sind paarig, entspringen teils vom 
Bogen, teils vom Körper, und erstrecken sich kürzer oder länger 
seitwärts. Sie sind an den Brustwirbeln zugleich die Stützen der Rippen. 
Die Gelenkfortsätze der Wirbel vermitteln die Beweglichkeit 
zwischen den Bogen. Es giebt zwei obere und zwei untere (Processus 
Obere Rippenpfannewl, {Oberer Gelenkfortsatz. 
Obere Fläche des Körpers  7x k-ek ,z 1398911- 
 15.11  "I1.   Querfortsatz. 
Hi,  TP-v "-8 Querfortsatzpfanne. 
  4' Unt. Gelenkforfsatz. 
   6 Dornfortsatz. 
ä   
Untere Fläche des Körpers 3' 7'  
 
Untere Rippenpfanne Af w. 
Fig. 55. Brustwirbel im Profil. 
articulares superiores et inferioras, Figg. 53 u. 54 Nr. 4u.  welche die Gelenk- 
verbindung mit dem nächst höheren und nächst tieferen Wirbel vermitteln. 
Die erwähnten Eigentümlichkeiten eines Wirbels erleiden jedoch 
nach der Stelle, die er einnimmt, beträchtliche Abänderungen. S0 nimmt 
der Körper vom dritten Halswirbel bis zum letzten Lendenwirbel nach 
Höhe und Breite beständig zu, entsprechend der Last, welche die 
untersten Wirbel zu tragen haben. Auch die Form der Körper ist nicht 
immer dieselbe. An den Halswirbeln ist sie würfelförmig und die vordere 
Fläche mehr glatt; aber schon bei den oberen Brustwirbeln tritt eine 
stärkere Wölbung auf, die bis zu den unteren Brust- und Bauchwirbeln 
immer mehr zunimmt. (Vergleiche Figg. 53-55 Nr. 1 und gleichzeitig die 
Fig. 52.) 
a. Die Halswirbel und die Bewegung des Kopfes. 
Die Halswirbel (Vertebrae aollz), sieben an der Zahl, bilden eine kurze 
Säule, auf deren oberem Ende der Schädel sitzt; sie ist nicht vollkommen
        

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