Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Skulpturenschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1939123
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1942411
ERLÄ UTERUNGEN 
ZU 
535" 
540: 
535 
Pnzxizeles, T lzäfzlg" zwischen 370 u. 336 '21. Chr. Grieclzisrlze 
Kunst. Iürmes mit dem Diorylsoslenaöen. 
Da unsere im Heräon von Olympia gefundene Statue mit 
derjenigen Marmor-Statue übereinstimmt, welche PansaniasV. I7. 3 
als ein im olympischen Heräon befindliches Werk des Praxiteles 
erwähnt, so kann die Identität beider nicht mehr bezweifelt 
werden. Die Erhaltung der gefundenen Statue ist befriedigend, 
wenn auch die Unterschenkel, der rechte Arm des Hermes und 
die Arme des Kindes fehlten. Hermes trägt am linken Arm 
den kleinen Dionysos, der sich mit der Rechten an die Schulter 
des Gottes lehnt, während er die Linke nach dem Gegen- 
stande ausgestreckt haben muss, den ihm Hermes spielend 
vorhielt. Dass dieser mit dem rechten Arm des Erziehers 
verschwundene Gegenstand eher eine Traube, als ein Beutel, 
ein Gefziss, ein Thyrsus oder ein Paar Krotalen war, ist an 
sich wahrscheinlich und wird durch die kleine Bronze von 
Champdötre Jez-Auxonne wie durch zwei pompejanische Wand- 
gemälde unterstützt. Die Linke hielt sicher den bronzenen 
Caduceus. Der den linken Arm des Gottes stützende Baumstrunk 
ist Erst verdeckt durch das über den Arm geschlagene Gewand 
Die beiden Gottheiten sind die Repräsentanten von Arkadien 
und Elis und sollen wohl die Eintracht zwischen den beiden 
Ländern versinnbildlichen_ Die Entstehungszeit des Werkes 
fällt in die Zeit zwischen 363 u. 343 v. Chr. Gefunden 1377 
am Orte der einstigen Aufstellung selbst, nämlich in den 
"Frümmern des Heräon zu Olympia. Museum zu Olympia. 
Parischer Marmor. Ueberlebensgross. 
536 
Praxzieles. Tlziilzlg" zwischen 370 um! 336 w. Clir. Griecliisrfze 
Kunst. ffapf des Hernzes 2'072 Olympia. 
Der herrliche Kopf mit dem kurzen, dichtgelockten Haar, 
der nach unten leicht gewölbten Stirn, dem schwärmerisch 
emptindungsvollen Ausdruck, dem leichten Lächeln des Mundes, 
das von der selbstbewussten Ilerablassung des starken Gottes 
zu Kinderspiel zu zeugen scheint, entspricht vollendet der 
üppigen Jugend des in der vorigen Tafel gegebenen ganzen 
Körpers. 
Parischer Marmor. Ueberlebensgross. 
537 
Unßekazuzler Mezsler, I]. 7117-11. 11. Clzr. Hellenixfisrlze Äünzrl. 
Die Statue des  
Der liegende, mit Lotos und Schilf bekränzte Flussgott lehnt 
sich mit dem linken Arm an eine Sphinxfigilr und hält Aehren in 
der Linken. Ihn umspielen sechzehn Kinder, angeblich die Per- 
sonifikation der sechzehn Ellen, um welche der Fluss zu steigen 
pflegt, Sie klettern an seinen Armen und Beinen empor, oder 
Scherzen mit einem Krokodil, oder betrachten ein Ichneumon. 
Am Sockel vorne verbreiten sich in flachem Relief die hervor- 
qnellenden Wasser des Flusses, während an den drei anderen 
Seiten Kämpfe zwischen Krokodilen und Flusspferden, wcidende 
Rinder, Sumpfvögel und Pygmäen dargestellt sind. Die Gruppe 
wurde zugleich mit dem etwas jüngeren und geringeren Gegen- 
stück des xTiberx im I6. Jahrhundert bei S. Maria sopra 
Minerva in Rom entdeckt, wo beide Werke vor dem Isis- 
tempel gestanden zu haben scheinen, Replik aus der ersten 
Kaiserzeit. Im Vatikan zu Rom. 
Marmor; Ueberlebensgross. 
538 
 GÄZÜBVZZ: 1378-1455. Flarentisrlze Kunst. Brann- 
Reliejk de: Paradiese: und der Gesetzgeßzzng jllosix. 
Das in nebenstehender Vignette gegebene, {427-1447 
ausgefilhrte Werk ist zu Weltbekannt, um einer Beschreibung 
zu bedürfen. Von den beiden von uns gegebenen Reliefs 
stellt das eine eine Reihe von Scenen aus dem Paradiese, die 
Erschaffung Adams und Evas, den Sündenfall und die Ver- 
treibung aus Eden, das zweite, auf demselben linkseitigen 
Thürtlügel befindliCli, die Tafelverleihung auf dem Sinai und 
am Fuss des Berges das harrende Volk dar. Vom östlichen 
Portal des liaptisteriums zu Florenz. 
Bronze. Kleine Figuren. 
  
    
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-Dz'e östliche Branzetlziire des Bapilltizrizanzs von Florenz. 
539 
LZlClZ della  1400-1482. Florentinixzke Kunst. 
Madonna zwixrlzen zwei Engeln. 
Maria hält das vor ihr stehende, bekleidete Christkind 
das auf einem Schriftband die Worte zeigt: Ego sum lux 
mundi, Rechts und links zwei bekleidete Engel mit Lilien- 
vasen. Halbiiguren. Nach den Initialen des Papstes Martin V., 
der 1431 starb, wohl kurz vor diesem Jahre entstanden. 
Thürlünetle eines Hauses der Via dell' Agnolo in Florenz. 
Glasierter Thon, Unterlebensgross. 
540 
Anlonia RQYSZZZZVZO. 1427-012. 1478. Florzntinixche Kumt. 
Bildnis der Malleo Palmieri. 
Das ungemein charakteristische Bildnis des alten Floren- 
tiners ist 14,68 entstanden und entfaltet einen schwer zu über- 
bietenden Realismus, wie er auch bei dem Einflusse, den 
Donatello auf den auch als Baumeister verdienten Künstler 
ausübte, nicht befremden kann. Im Museo Nazionale zu Florenz, 
Carrarischer Marmor. Lebensgross. 
Skulfrivarenschatz Bd.
        

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