Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Skulpturenschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1935003
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1937265
ERLÄUTERUNGEN 
ZU 
355" 
"360 
355 
Unöekdnnfe?" jllezkler. Anfung der V. Yalzrlz. v. Chr. 
Aeginetirclw zYunxt. Statue der Alkena iwam Wesgeieäel des 
T enzpzls von Aegirza. 
Wir haben bereits in N0. 49, 55 und 199 drei Statuen 
des Athenatempels in Aegina gebracht und darauf hinge- 
wiesen, dass der mit jenen ausschliessend vertretene Meister 
des Ostgiebels auf eine vorgeschrittenere Entwicklung und 
auf ein jüngeres Mitglied der äginetischen Werkstatt des 
Onatas (des Onatas Sohn Kalliteles?) hindeutet. Unsere 
Athena vom Westgiebel bleibt aber selbst hinter der strengeren 
Art der übrigen Figuren des gleichen Giebels zurück, was 
sich durch einen bewussten Archaismus des Bildes der Göttin, 
vielleicht im Zusammenhang mit dem Kultbild innen erklärt. 
Die untenstehende Vignette giebt von diesem Gegensatz deut- 
lich Zeugnis. Glyptothek zu München. 
Pentelischer Marmor. Lebensgross. 
dem Relief liest man den Anfang der sich übrigens auf alle 
Plastik der Fassade beziehenden Inschrift: Opus. Augustini. 
Florentini. Lapicidae. Vollendet 1461. An  S. Andrea 
e Bernardino in Perugia. 
Terracotta, farbig glasiert. Kleine Figuren. 
 358 
Andrea de] Verrowkzo, 1435-1488. Flm-mzinisßli; mmu. 
Der zmgläubige T lzamas. 
Das herrliche Werk X315 Gruppe im Aufbau wie in der 
Emphndung die hervorragendste Leistung der Renaissancec 
(Bade, lt. Bildh. d. Ren, S. S8) wurde 1483 vollendet und 
aufgestellt. Das Nischentabernakel, in welchem die (iruppe 
steht, ist von Donatello. An Orsanmichele in Florenz. 
Bronze. Ueberlebensgross. 
 ssö 
Arisieas und Papias. Mixte der 11. 7mm. n. cm. 
Gricclzische lfzmst. Marmorstatuen von zwei Kenlaurezz. 
Die beiden Gegenstücke sind ihrem Inhalt nach leicht 
zu erklären: sie trugen nämlich Eroten auf dem Rückenfwie 
sich dies an einer Replik des älteren Kentauren (Louvre) 
noch jetzt findet. Dazu sind dem greisen Halbtier die Hände 
auf den Rücken gebunden, während der junge Kentaur seine 
Last leicht und lachend trägt, nach dem Epigramm: die 
Liebe, dem Alter zur Qual. ist der Jugend Erquickung. Die 
Stücke sind bezeichnet als Werke der beiden Aphrodisier 
Aristeas und Papias, Zeitgenossen des Hadrian, wie es aber 
zweifellos, dass die schönen Marmorwerke Nachbildungen 
von Bronzen sind, darf das Bronzeoriginal wohl auch in die 
alexandrinische Epoche zurückgesetzt werden. In der Villa 
Hadrians gefunden Kapitolinisches Museum 
 Grauschwarzei" Marmor. Lebensgross. 
    357 
AgOSZZHO dl Ducczo. 1418- m. 1498. Yaskanirclte Kunst. 
Au: der Legende des h. Bemlzardin zum Siemz. 
Tafel 266, D273 und 351 bringen bereits Skulpturen unserer 
Prachtfassade, zu welchen unsere Tafel das erste Stück des 
 Frieses unter dem Tympanon hinzufügt. Gegenstand ist wieder 
die Legende des h. Bernhardin, nämlich seine Wunder- 
erscheinung bei Hungers- und Ueberschwemmungsnot. Unter 
 G559 
Unöekannter IWZÄSÄEV. Ende de: XV. Yalzrlz. Oäerrfautsche 
Kumt. Halzyiguren eine: Altarwerkes zum Bartlz. Zeitlllauz. 
Obwohl die drei weiblichen Heiligen-Gestalten, von welchen 
die mittlere Madonna mit dem Kind, in Gesichtstypen wie 
Gewändern den gemalten Werken Zeitbloms nahe stehen, 
kann doch seine Urheberschaft der Skulptur nicht behauptet 
werden. Denn die Inschrift auf der Rückseite des Schreins 
auf einer von dem Selbstbildnis gehaltenen Rolle: Das YNerck hat 
gemacht bartholme zeytblom  maller zv vlm 1497, kann 
sich nach sonstigem Firmierungsgebrauch nur auf Bestellung 
und Malerei beziehen, ohne auch eigenhändige Ausführung 
der Skulpturen zu bedingen. 
Holz. Lebensgrosse Figuren. 
360 
Fnmyozlv Girardon. 1628-1715. Französische 122mm 
[Ilarmorbüste de: Nicala: Boileau Despräzzux. 
Der berühmte französische Dichter und Kritiker. geb. 
1636 in Paris, gestorben daselbt 171i, erscheint in der 
Allongeperiicke der Zeit Louis XIV. im offenen spitzen- 
besetzten Hemd und leicht drapierten Mantel." Die Ent- 
stehungszeit des Werkes dürfte um 1690 angenommen werden. 
Aus dem vormaligen Musee des Monuments francais in den 
Louvre zu Paris gelangt. 
Marmor. Lebensgross. 
[Hüllen Gruppe au: drm 
Hüstgielvel des Allzmalempelv von Aegina. 
Aufslzlhmg 
{Na clz der 
Münchener 
Glyftoflzek.) 
Skuqßturcnsclmiz III. Band,
        

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