Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Skulpturenschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1935003
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1935725
ERLÄUTERUNGEN 
ZU 
239" 
294- 
[Uirkelangelo 
B2z0nzz1'0tlz' 
1475-1564. 
Die zllazwznrgrzzbmäler" dar zwei zllzrürzer in der Sagnulia nzzazta zum S. Lonwzo {n Florenz. 
Der Gedanke, den noch durch keine entsprechenden Denkmale ausgezeichneten Mediceern Grabrnonumente in einem gewissen 
Zusammenhang zu errichten, war aufgetaucht, als am 4. Mai 1519 Lorenzo Medici der Jüngere gestorben war, Der Besteller, Kardinal Giulio 
Medici, hatte dabei den Plan gefasst, an  Lorenzo eine neue Grabkapelle zu erbauen, und dieselbe mit vier Denkmälern zu schmücken. 
in welchen Cosimo (immer patriae),  1464, (lessen Enkel Lorenzo (il Magnifico),  1494, des letzteren Sohn Giuliano, Herzog von Nemours,  1510, 
und Enkel Lorenzo II., Herzog von Urbino, ruhen sollten. Dieselben waren in Michelangelos Entwürfen von 1520 erst als lfreigräber 
gedacht, bald aber auf Wandgräber reduziert worden. 1m Februar 1524 war der Rohbau der Kapelle (Sagrestia nuova) fertig. Der Kardinal, 
inzwischen als Clemens VII. Papst geworden, schob nun das Werk auf, indem er zunächst den Künstler zum Bau der läibliothek 
(Laurentiana) und zum ljrxibau des Kanonikathauses von S. Lorenzo verwendete. Auch beschränkte er sich auf nur zwei Gräber, des 
Giuliano und Lorenzo 11„ worauf Michelangelo die Arbeit so förderte, dass schon im April 1526 sechs von den sieben Statuen begonnen 
waren. Darauf kam das Werk ins Stocken, und Michelangelo dachte während der Krise, die bekanntlich mit der Kapitulation von 
Florenz am 12. Aurrust 1 o endivtc nicht mehr an den ihm verhasst ewordenen Dienst des Pa stes. Der auf Seite der Aufständischen 
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thalige Künstler hatte vom Papste nur unter der Bedingung Amnestie erlangt, dass er sich aussehliesslich mit den Grabdenkmälern befasse, 
wel he auch mit der für die gleiche Kapelle bestimmten Madonna ihrer Vollendung nahe gebracht waren, als Clemeits VII. am 
2  Se tcmber 1  starb. Daraufhin blieb das Werk vel. die beistehenden Vi netten ohne einen weiteren Meisselztw in der erreichten Gestalt. 
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Grabmal des Giuliaazo de. jllediri, Graämal das Larrnzo de." Äledfcf. 
289 
Idealbildni: des Giulianu de' jbledici, fkrzog mm Neuwurs. 
Die über der Gruft des Genannten in einer Wandnische an- 
gehrachte silzende Statue hat in ihrem Gesichte so wenig 
Aehnlichkcit mit Giuliano, als in dem gewaltigen Körper und 
in dem römischen Kriegsgewand. 
292 
Idealäilrlni: des Lorenzo 11., Herzog: von Urbim: (f! pensiero). 
Die in der Nische über der Gruft des Genannten an- 
gebrachte, unportriitartige Statue giebt einen Römer in 
sinnender Stellung, das Kinn auf dem linken über ein Kästchen 
gestützten Arme ruhend. 
Die 
290 
jVaclzt. 
Die vollentwickelte weibliche Gestalt ist schlafend dar- 
gestellr, mit der Linken eine Maske (Träume) umfassend, zu 
Füssen eine Eule und ein Mohnbündel. Vom Grabmal Giulianos. 
293 
Der Margen (Aurara 
Die kräftig entwickelte weibliche Gestalt mit dem Schmerz- 
lich bewegten, jugendlichen Gesicht, wie die übrigen alle- 
gorischen Figuren auf dem Sargdeckel ruhend, fasst mit der 
Linken den ihr Haupt verhiillenden Schleier. Vom LorenzogTßb- 
Der 
291 
Tag. 
Die herkulische Gestalt stützt sich auf den linken unter 
den Rücken geschobenen Arm und zeigt die Rechte über die 
Brust gelegt. Das (unvollendete) Haupt ist in scharfer 
XVendung nach vorn gerichtet. Vom Grabmal Giulianos. 
Der 
291- 
Abemi (I! crepuxcolo). 
Die mächtige männliche Gestalt stützt sich auf den linken 
Arm, während sich die Rechte auf das übergeschlagene Bein 
legt. Kopf und Extremitäten unvollendet. Vom Lorenzograb. 
Sknlphzre:
        

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