Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Skulpturenschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1930879
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1934671
ERLÄUTERUNGEN 
ZU 
277" 
282 
 
 l 7 
Unöekannfer Äfefjfßß Ente fläljk des V. Ynlzrlz. v. (Ihr. 
Asiatisch-Griechische Äüznsi. Halbzenfrie: von (Yzmllzox. 
Der 1838 durch Ch. Fellows auf der Akropolis von 
Xanthos gefundene Fries stellt kämpfende Hähne dar, paar- 
weise unterbrochen durch ruhig zusehende Hennen, welche 
augenscheinlich als der Kampfpreis zu betrachten sind. 
Stellungen und Bewegungen der Tiere sind den Streitmomenten 
entsprechend genau nach der Natur beobachtet und wieder- 
gegeben. Im Britischen Museum zu London. 
Marmor. Natürliche Grösse. 
278 
Unöekannter Meister. Zweite Hälfle  XIII. ytlflffl. 
Deutsche Kunxt. Maria und Yaluzmzex unter dm: Ä'1'euzr. 
durch die Gegenüberstellung des Bildnisses seines Vaters 
Friedrich des Alten, seit 1486 Markgraf von Ansbach. {e 1530, 
zu einem Doppeldenlcmal, dessen zahlreiche Nebenwappen 
sich auf die Familienverheiratungen beziehen. Und zwar von 
den vier grösseren Wappen unten das erste links mit der 
Ueberschrift Polen, auf die Gemahlin Albrechts, Sophie, 
Tochter des Königs Kasimir IV. von Polen, die drei anderen 
mit den Ueberschriften Frangipan, Münsterberg und Sachsen 
auf die drei Gemahlinen Georgs, Beatrix, Schwester des 
Königs Mathias von Ungarn und Witwe des Bernardo 
Frangipani, Hedwig. Tochter des Herzogs Karl von Münster- 
berg und Emilie, Tochter des Herzogs Heinrich von Sachsen. 
Am Sockel weitläufige Elegien in lateinischer und deutscher 
Sprache.  In der Klosterkirche zu Heilsbronn bei Ansbach. 
Stein. Unterlebensgrosse Figuren. 
Wir haben schon auf den Tafeln x77 und 237 vier Statuen 
von dem wichtigen (Zyklus des Naumburger Domes gegeben, zu 
welchen wir nachzutragen haben, dass die zwei ersteßn 
(Nr. I77) den Markgrafen Hermann, ältesten Sohn Ekkehard I. 
von Meissen. welcher 1027 das Bistum Naumburg gegründet, 
d. h. von Zeitz dahin versetzt hatte, und seine Gemahlin 
Regelindis, die Tochter des Herzogs Boleslav von Polen dar- 
stellen, die beiden anderen (Nr. 237) Ekkehard 11., den Bruder 
Hermanns (1- 1047) und dessen Gemahlin Uta, die Schwester 
Esicos von Ballenstädt. Mit den Stifterstatuen gleichzeitig, 
nämlich in den Jahren von 1250-1270, in welchen Bischof 
Dietrich, der jüngere Brüder des Markgrafen Heinrich des 
Erlauchten von Meissen, den Westchor des Domes ausbaute," 
entstand auch die Gruppe des Crucifixus mit Maria und 
Johannes am Lettner des Westchors. von welcher wir die 
beiden Heiligengestalten für unsere Tafel entnahmen. (Vgl. 
A. Schmarsow, Die Bildwerke des Naumburger Doms, 
Magdeburg. 1892.) 
Stein. Lebensgross. 
281 
Adriaen de Fries. Um 1560 Ms um 1627- lVilälrlii"di{lh-_ 
ilalizlzisrlze Äizmt. Allegorie azgf die T ürkenxzeä" 11m5" 
Rzzriofs f]. 
379 
Anlomb Rossellzäzo. 1417-1476"- Flvrßnlinißßllv 113W!- 
Religf vom Graölnal das Filrfpa Laszari. 
Das Relief giebt den gelehrten Gesetzgeber (1- 1412) 
als Rechtslehrer auf dem Katheder und vor ihm acht Schüler, 
welche beiderseits auf Bänkensitzend, seinen WVorten lauschen. 
Das Grabmal wurde ursprünglich (1463) um den Preis von 
220 Goldgulden bei Bernardo Rossellino bestellt, bei dessen 
im folgenden Jahre eingetretenem Tode aber dessen Bruder 
Antonio übertragen und 1468 vollendet. In S. Domenico 
zu Pistoja. 
Marmor. Unterlebensgrosse Figuren. 
Die schwulstige Allegorie bezieht sich in der Haupt- 
sache auf Kaiser Rudolfs II. Sieg bei Sisseg über Hassan, 
den türkischen Statthalter von Bosnien, denn die Zwei im 
Vordergrunde lagernden Flussgottheiten, eine männliche mit 
einem Eber (Save) und eine weibliche mit Aehren (Kulpa), 
wie die rechts davon ertrinkenden Krieger und Pferde deuten 
auf den Untergang der Hiehenden Türken bei dieser Gelegen- 
heit. Links sieht man Hungaria von der hinter ihr knieenden 
Pallas oder Bellona entfesselt, während ihr Viktoria den 
Halbmond vom Scheitel nimmt. Ihr naht sich der Kaiser, 
eine Mitra überreichend, eine Andeutung der 1604 erfolgten 
Uebergabe der Pfarrkirche von Kaschau an das Kapitel der 
durch die Türken weggenommenen Bischofstadt Erlau. Ober- 
halb der Flussgötter verfolgt ein Löwe ein Monstrum und 
hält ein Adler eine Schlange in seinen Fängen (Einschreiten 
gegen die Reformation). Rechts davor krönt ein Friedens- 
genius die Hungaria  während links eine Viktoria eine 
die adlerbekrönte Vaterlandssäule umfassende weibliche Ge- 
stalt (Austria?) krönt. YVeiter zurück sitzt eine Gefangene 
unter türkischen Trophäen, und erscheint die lernäische Hydra 
an einen anderen Trophäenpfahl gekettet. Im Hintergrunde 
links sieht man die Einnahme von Raab (27. März 1597) 
und in den Wolken astrologische Beziehungen. An dem 
Eckturin rechts: Adrianus Fries Hagensis fecit.  Kunst- 
historisches Hofmuseum in Wien. (Vgl. A. 11g, Adrian de 
Fries. jahrb. d. kunsthist. Samml. d. Kaiserhauses, I. 1883.) 
Bronze. o,71:0,88 m, 
  
280 
Uäzkekannter 1116219167", Älitte des X V]. Yahrlz. Obanleutszlzz 
Ifumt. Epitajvlz der Jßlarkgraßn Friedrizlz zmd Geurg von. 
Brandenburg. 
2 8 2 
Franyozk Gllfdfdün. 1628  1715. F ranzzisixclze Aiuzst. 
Badmde Nymplzzzz. 
Das zunächst dem Andenken Georg des Frommen, Georg 
von Brandenburg, Markgraf von Brandenburg-Ansbach seit 
1536,  1543, im Jahre 1548 gewidmete Epitaph wurde 
In Nr. 193 gaben wir bereits ein Stück des reizenden 
Frieses der badenden Nymphen, von welchem ein weiterer 
Teil in unserer Abbildung vorliegt. Das Werk schmückt 
die Mitte der Hauptfront der Cascade de Falles d'eau am 
Nordparterre des Parkes von Versailles. 
Bleirelief, einst vergoldet. 
Skuäüiurenschaiz I].
        

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