Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Klassischer Skulpturenschatz
Person:
Reber, Franz/von Bayersdorfer, Adolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1926766
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1929984
ERLÄU TERUN GEN 
ZU 
109 
109 
PILZIdZQZS, HXYZVÄSZWZY. Anfang der I]. Häßfte de: V. yalzrlz. 
'21. Clzr. Atlixrlz: lfunst. Marmorgrupjße aus dem Ostgieäel 
de: Partlzcnan. 
dar und befinden sich auf Konsolen gestellt und baldachin- 
bekrönt an den Pfeilern des linksseitigen Portals (Porte S. 
Pirmin) der WesLfassade der Kathedrale von Amiens. 
Sandstein. 4 m hoch. 
Nach Pausanias I. 24, 5 stellte der plastische Schmuck 
im Ostgiebel des Parthenon zu Athen die Geburt der Athene 
dar. Davon war die Mittelgruppe schon im XVILIahrh. 
verloren, wir können jedoch aus einem Madrider Relief 
schliessen, dass sie aus drei Figuren bestand, links Zeus auf 
dem Throne, nach rechts sehend, rechts Athene stehend, dem 
göttlichen Vater zugewandt, zwischen beiden eine schwebendeC) 
Nike (Schneider, Geburt der Athene, Taf. I, Sauer, Athenische 
Mitteilungen XVI., 68 fg., 81  hinter dem Throne des 
Zeus stand dann Hephästos mit dem Beile, hinter Athene 
 ein anderer Gott (Torso erhalten). lhnen folgten, wie die 
vorausgehenden nach der Mitte gewandt, zwei sitzende Gott- 
heiten, links Hera? rechts Poseidon? und weiterhin zwei 
stehende Gestalten, von der Mittelgruppe abgewandt, von 
welchem die linksseitige erhalten ist und früher Iris genannt 
wurde, wahrscheinlicher Hebe (Brunn). Der erhaltene Rest 
der Gruppe rechts wird mit mehr Grund auf den Dreiverein 
der Moiren und auf die beim Anbruch des geistigen Tages 
mit ihrem Viergespaun untertauchende Nyx, als auf die 
Grazien (Collignon) und Selene bezogen, während von der 
Eckgruppe links das ernportauchende Gespann des Helios 
stets richtig erkannt worden ist, die zwei neben der liegenden 
Jiinglingsgestalt (Kephalos?) sitzenden Gestalten aber, welche 
unsere Tafel giebt, wohl als Horen zu erklären sind. Vgl. 
Furtwäugler, Meisterwerke der griech. Plastik,  243 fg, 
Iui britischen Museum zu London. 
Pentelischer Marmor, Ueberlehensgross_ 
I I 2 
GZÖZJCUUZZ. P2311710, f nach 1328. T oxkanisrlze lfzmst. Marmor- 
reliqf des özlklelzenzzfisclzen lfindermardex. 
Rechts oben sitzt, von seinen Räten umgeben, Herodes, 
das übrige Feld ist mit dem Gewühl der kindermordenden 
Krieger und der klagenden Mütter gefüllt. An den Pfeilern 
die Gestalt des Jeremias und der Engel des Matthäus mit 
den Attributen der drei anderen Evangelisten. Drittes der 
fünf Briistungsreliefs einer Kanzel, von welchen in Tafel 45 
und 63 bereits die Verkündigung und Geburt, wie die A_n- 
 betung der Könige gegeben worden sind. Das Nähere wie 
eine Gesamtansicht der Kanzel im Text zu Nr. 45. Die 
Hexameter unterhalb dieses und des folgenden Reliefs er- 
gänzen die zu Nr. 45 bruchstückweise mitgeteilte Künstler- 
inschrift mit den Stifternotizen: 
 Princeps est operis plebanus vel dator eris 
Arnoldus dictus qui semper sit benedictus 
Andreas unus Vitelli quoque Tinus  .P 
Natus Vitali bene notus nomine tali 
Despensatores hi dicti sunt xneliores     
Von der Kanzel in S. Andrea zu Pistoja. 
Carrarischer Marmor. 
I IO 
Keßlzzlygdoioy, Anfang (im J V. yzzlzrlz. v. Clzr. Attisrlze Kunst. 
Marmorreplik dßr Eirelze 111i! dem Plutoxlenabezz. 
113 
Donalello, 1386-1464. Florentizzisclze Sclzule. [Plusizierende 
Engelkivzrler, Bronzereliejla 
Die früher Ino Leukothea mit dem Bacchuskinde genannte 
Gruppe aus der Villa Albani erscheint jetzt auf Grund attischer 
Münzen als eine Marmorreplik des Originals des Kephisodotos 
und als die Darstellung der Eirene mit ihrem Zögling Plutos, 
dem Sohne des Jasion und der Demeter, gesichert (Brunn). 
Kephisodotos, entweder der Vater oder der Bruder des Praxi- 
teles, scheint das WVerk nach der Schlacht bei Leukas, 375 v. Chr., 
anlässlich der damals eingeführten  
geschaffen zu haben. Das Original war von Bronze und ist 
die verhältnismässig späte Marmorreplik mit dem Scepter in 
der Rechten der Göttin und mit einem Füllhorn statt der 
auf Dionysos bezüglichen Kanne in der Hand des Plutos- 
knaben zu ergänzen. K. Glyptothek zu München. 
Attischer Marmor. 2,12 m hoch.  
Die fünf gegebenen wie sieben andere Tafeln mit musi- 
zierenden Engeln wurden mit dem Kruzifix und den fünf 
Statuen, den Evangelistensymbolen, den vier Reliefs mit 
YVundern des h. Antonius und einem die Grablegung dar- 
stellenden Terracottarelief, welche den Hochaltar des Santo 
in Padua schmücken, in der Zeit ausgeführt, in welcher der 
Meister 1444-1449 das bronzene Reiterbild des 1443 ver- 
storbenen venetianischen Condortiere Gattarnelata in Padua. 
(Tafel I7) schuf. Vielleicht unter Mitwirkung von Gehilfen ent- 
standen. Am Hochaltar von S. Antonio (il Santo) zu Padua. 
Bronze. Unterlebensgross. 
I 14 
Andreas Schläfer, 1664-1714. 
rzzasken sterbender Ifrieger. 
Deutsche 
1(1mst. 
Stein- 
III 
Unäelcanvzier [Makler der]. Hiilfle des XII]. Yizrlz. 
Französische lxhnst. Zwei Portalxtatuzßz. 
Die beiden Statuen stellen einen jugendlichen Heiligen 
mit Mütze und Pänula und einen rauchfasschwingenden Engel 
Zwei von den 22 Masken, mit welchen Schlüter um 1700 
den 1694. von Joh. Arn. Nering begonnenen Zeughausbau 
von Berlin in den Schlussteinen der Bogenfenster des Hofes 
schmückte. Zwei andere von diesen. Masken wurden bereits 
in Nr. 42 gegeben, wozu Näheres über die Lrefflichen Werke 
mitgeteilt worden ist. 
Steinreließ. Ueberlebensgross. 
Skulfiurezzxcha tz I. Band 
        

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