Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1925394
DER DOM 
CORDOVA. 
Haufen 
stiegen, 
einige Militärmusiker. Ein General war hier abge- 
um seine Familie in Cordova zu besuchen, die hier 
mit 
ihm 
dinierte. 
Treiben 
Fröhliches 
herrschte 
bereits 
dem 
Comeclor, 
als wir eintraten. 
Alle Gäste 
hatten 
Platz 
genommen, 
denn, wie es in Spanien allgemein Sitte 
werden an demselben Tische bedient. 
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Da sass er obenan, der General, ein kluger, dicker Spanier 
mit grossem, weissem Schnurrbart, kurzem, weissem Haar 
und dunkelbraunem Antlitz, ein echtes Velasquez-Gesicht; 
neben ihm und ihm gegenüber sass seine Familie, ein stein- 
alter, gebeugter Mann, anscheinend sein Vater; er lachte vor 
Vergnügen, konnte aber die Suppe schwer über die Serviette, 
die man um seinen Hals gebunden hatte, in seinen tiefliegen- 
den Mund bringen. Daneben sassen zwei aufgeschossene 
jungen und dann einige fröhliche Mädchen mit hohen Frisuren. 
Wir und viele andere sassen am unteren Ende der Tafel; da 
waren Stammgäste des Hotels, seltsame, verwitterte Köpfe, 
Reisende im Jagdanzug, deren Hunger sie veranlasste, das 
Mcnu sehr ernst zu nehmen, und die alles, was auf der Tafel 
stand, eingehend Lmtersuchten. 
Was mich betrifft, ich hatte 
einen 
fein gekleideten 
H e rrn 
mit 
einem 
vornehmen 
Aeussern 
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Nachbar. 
Mir 
diese 
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ITig-ilr bereits aufgefallen; so hatte ich ihn schon morgens mit 
lhohen Stulpstiefeln, wehendem, spanischem Mantel und hohem, 
spitzenl Filzhut im Hotel eilig hin- und herlaufen sehen. Die 
Suppe war verzehrt, und das folgende ZUF Tafel gebrachte 
Gericht war uns etwas sonderbar; eine grosse Schüssel Reis 
mit spanischem Pfeffer und Schnecken mit Häuschen und 
Muscheln, 
alles 
ZUSEIIIIITICD 
geschmort. 
Ich 
sah 
misstrauisch 
an und wusste nicht, wie ich es essen sollte. Da sprach 
mich mein Nachbar mit grosser Freundlichkeit englisch an. 
ßLangen Sie nur zuß sagte er, wSie werden sehen, dass es 
nicht so schlimm ist. ja, Sie werden hier wohl noch mehr
        

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