Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924883
BURGOS. 
Brücken 
und 
endlich 
hielten wir 
einer Strasse. 
Wir 
stiegen 
31.18 
und 
sahen 
11115 
nach 
UHSCYIU 
Hotel 
Wohl 
wussten 
wir schon, dass man in Spanien in einer Herberge als Gast 
eigentümlich zwanglos empfangen wird, aber dies bot allem 
die Spitze. Eine kleine Laterne brannte in einer grossen 
Stallthür; dies war der Eingang zum besten Hotel in Burgos. 
Ein Geruch nach Pferdestallen kam uns von allen Seiten ent- 
gegen; dies war das Parterre; eine breite NVendeltreppe von 
rohem Holz, die unter unsern Schritten krachte, führte zu dem 
eigentlichen Hotel, das gewölbeähnlich auf die Ställe gebaut 
war. Hier lagen unsere Zimmer, äusserst einfach möbliert, 
aber sie waren geräumig und durch die grossen Fenster hatten 
wir die Aussicht auf die Strasse. Ohne den Wirt, Oberkellner 
oder sonst jemand gesprochen zu haben, hatten wir es uns 
wunderbar schnell bequem gemacht, und nur wieder durch 
die Aufmerksamkeit der Zimmermädchen, die auf jede NVeise 
auszuforschen trachteten, was wir nötig hatten, und die uns 
durch ihr naives Erstaunen über unsere Manieren und Sprache 
amüsierten. Es war viel geselliger als in den grossen europäischen 
Hotels, wo einem bei der Ankunft eine grosse Schar Bedienter 
entgegenkommt und thut, als ob man der König selbst wäre, 
die einen aber ganz seinem Schicksal überlassen, wenn man 
einmal auf seinem nummerierten Zimmer angelangt ist. Hier 
keine Nummer, gleich Kind im Hause; man geht hinein ohne 
anzuklopfen, überlegt alles mit den Mädchen, was man essen 
soll und was man nötig hat, und ich erinnere mich nicht, dass 
es mir bei der einen oder anderen Gelegenheit in ein paar 
Stunden so behaglich gewesen wäre wie in diesem Pferdehotel. 
Aber seht! da traf uns ein Unglück; und wohl das schlimmste, 
das einem Reisenden passieren kann: Erens wurde krank. 
Bereits in dem wackligen Omnibus hatte er sich unbehaglich ge- 
fühlt, schweigend und knurrig; bei dem Einrichten im Hotel 
hatte er sich gut gehalten; nun alles in Ordnung war, sank
        

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