Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924732
ZUGE. 
äusserst 
höflichen 
Mann 
WVZII" 
nicht 
schwer, 
das 
Schiff 
der 
Unterhaltung auf angenehme Art wieder flott zu machen; ja, 
es stellte sich heraus, dass dieser vermeintliche Feind unserer 
Freiheit und Geselligkeit der richtige Mann war, der uns, als 
ob wir es so bestellt hatten, aufs interessanteste unterhielt. 
In Madrid geboren, ehemaliger spanischer Gesandter in 
St. Petersburg, lebte er jetzt wieder in seiner Vaterstadt und 
kam von einem Ausfiug nach Paris zurück. Er besprach mit 
uns die Genauigkeiten und Ungenauigkeiten unserer Reisebücher; 
er sagte uns, was wir uns ansehen müssten und was unbe- 
deutend sei, sprach über den Charakter der Spanier und über 
die Art und Weise, angenehm mit ihnen umzugehen; kurzum, 
ein lebendiges Reisebuch, ein unterhaltender Erzähler, gewohnt 
zu reisen und zu konversieren. Und diesen guten, freund- 
lichen, friedlichen Spanier hatten wir wie einen wilden Vogel 
aus unserem Käfig jagen wollen; wir waren verlegen über 
unser Betragen, aber Sefior Tenorio liess nicht merken, dass 
er diesen Uebergang fühlte. 
Glücklicherweise kam jetzt der Koch, um uns aus diesem Zu- 
stand durch die Mitteilung zu erlösen, dass man zur Tafel 
ging, und diese Beschäftigung, von der man meistens mit 
Freuden hört, machte auch hier den Uebergang vom Krieg 
zum Frieden so vollkommen, dass wir in unseren Freund Tenorio 
drangen, gemeinschaftlich mit uns das Mittagsmahl einzunehmen, 
was denn auch mit Freuden angenommen wurde. 
Durch einen Raum, der längs den Abteilen lief, kamen wir 
an eine schmale Brücke, die zwischen Himmel und Erde hing, 
beim Auftreten heftig hin und her schüttelte und den NVagen 
mit der Restauration verband. 
Da sassen wir denn in bequemen Lehnstühlen in einem schein- 
baren Salon, jede Gesellschaft an einer besonderen Tafel an 
einem grossen Fenster. Aber es war schwer, die Augen auf 
irgend etwas ruhen zu lassen oder seine Gedanken zusammen
        

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