Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924693
PARIS. 
zurück fahren, schrittnaässig in langen Reihen vor-, hinter- und 
nebeneinander, immer dieselben Pferdeköpfe und KlltSChCf, bis 
man endlich durch eine schiebende und stossende Menschen- 
menge nach Hause fahren kann. Vielleicht will man erst in 
einem Restaurant ein schattiges Plätzchen suchen, aber bei der 
Ueberfüllung ist dies kaum möglich, und wenn man lange 
verweilt und nicht genügend verzehrt hat, wird man aufgefordert, 
das Lokal zu verlassen, um anderen Gästen Platz zu machen. 
Par exemple, vous aimez ca? Moi pas. 
Da sprechen wir lieber von dem wirklich fröhlichen und 
interessanten Paris, der malerischen Stadt, dem vortrefflichen 
Theater, den zwanglosen lVIatinees, den musikalischen Vor- 
führungen, den Vorlesungen und Spezialausstellungen, den 
herrlichen Parkanlagen mit den duftenden Blumen und Pflanzen, 
den kostbaren Museen und Bibliotheken, den vielen öffentlichen 
Gebäuden, in denen man sich, dank der vortrefflichen Ein- 
richtungen für die Besucher, bald zu Hause fühlt. Das istls, 
was Paris zu dieser einzigartigen Weltstadt macht, wo jeder, 
welche Wissenschaft oder Kunst er auch ausüben oder welcher 
Liebhaberei er 
ihn beschäftigt, 
auch den Vorzug geben mag, alles findet, was 
und wo er meistens noch mehr antrifft, als er 
Enden 
hoffte. 
In der kurzen Zeit, die wir darauf verwenden konnten, hatten 
wir wieder die Beweise dafür. Auf gut Glück traten wir in 
ein Theater, in welchem eine Conference gehalten wurde. Ein 
eleganter Herr erklärte ein Gedicht, welches darauf von einer 
jtmgeil Dame mit solcher Anmut und Deutlichkeit, mit solchem 
Gefühl vorgetragen wurde, dass man wirklich glauben sollte, 
die französische Sprache sei die einzige, mit der man der- 
artiges erreichen könne. Und dann die Schauspieler, besonders 
die vom Palais Royall Ist es nicht, als ob diese Menschen 
die Situationen, die sie vorführen, wirklich erlebten, und als 
wüssten sie nicht, dass sie auf den Brettern stehen. Und dann
        

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