Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1926257
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BERGTOUR. 
samen 
kräftig 
Geräuschen durch das 
um uns, und es War bei 
Gebirge; der Wind wehte 
allem Sonnenschein kalt und 
rauh. 
Sie 
p Sehen 
dort 
das 
Kreuz 
bei 
dem 
kahlen 
Aste, (4 
Hüsterte 
unser Eseljuilge, wda ist ein grosses Loch; hier ist einmal 
ein Heiliger ermordet und in die Grube geworfen worden, 
abends spät würde ich hier nicht gerne sein, sie sagen, dass 
es hier spukt. ß 
v Sieh, a sagte ich, i) das ist doch sonderbar, aus jener dunklen 
Ecke kommen schon die Spukgeister anß Der junge ver- 
barg ängstlich seinen Kopf in meinen Sattel. 
Eine grosse, helle Wolke hatte sich in Flocken von den 
andern getrennt und kam gerade auf uns zu. Es war eine 
wahre Spukgestalt, die sich mit Armen und Beinen bewegte 
und von einigen weissen Nebeln gefolgt war, die über uns 
hinstrichen. wRichte Dich nur wieder auf, PCdfOß rief ich, 
vsie sind schon vorbeile xOlK sagte er, xwenn ich allein 
gewesen Wäre, würde ich vor Angst gestorben sein. a 
Die meisten Bergbewohner werden durch Gespenster und 
Zauberinnen belästigt, und in der That, wie wir hier so standen 
in dieser unabsehbaren Wüste mit dem immer geschäftigen 
Wind, der auf diesen Höhen oft zu einem rasenden Sturme 
anwächst, konnten wir wohl begreifen, dass die Bewohner 
dieser Gegenden daran glauben, dass hier bei Nacht und Unzeit 
Dinge geschehen, denen niemand entgeht, wenn er dabei 
zugegen ist. 
Wir hatten uns dem Weg genähert, der aufwärts nach den 
Gletschern führte; aber hier kehrten wir um und überliessen 
andern den Genuss dieser Naturvvunder in der Nahe. Wir 
gingen wieder abwärts, und den grossen Bergrücken, wo keine 
Fussspur zu entdecken war, verlassend, kamen wir auf einen 
Bergweg, der zu beiden Seiten kleine bewachsene Abhänge 
hatte und uns nach einem Ort führte, wo Granada mit der
        

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