Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1926116
154 
DIE 
ALPIAMBRA. 
hat, nicht wegen der Schönheit dieses niedrigen Zimmerchens, 
aber wegen der offenen Vorderseite, welche nur von einigen 
dünnen Säulchen getragen wird. Denn das NVunderschöne 
dieses sogenannten Boudoirs ist die prächtige Aussicht auf 
die Landschaft ringsherum, die Sierra Nevada und den Darro. 
Das 
ist 
die 
Landschaft, 
die Velasquez 
oft 
als 
Hintergrund 
zu seinen Porträts malte, die braun-grauen Berge, ciurchadert 
von kleinen Wasserströmexl, und die feine, blaue Luft mit milch- 
weissen Streifen; und will man das schönste nennen, was die 
Alhambra besitzt, dann ist es ihre wunderschöne Umgebung, 
die durch alle Thüren und Fenster den Blick gefangen halt. 
In einiger Entfernung von der Alhambra, nach einem schönen 
Spaziergang von einer halben Stunde, sieht man ein kleines 
Gebäude, 
auch 
im 
Stile 
der 
Alhambra, 
das 
Generalife. 
Auch 
dieses 
ist 
sehr 
verfallen, 
besonders 
innen, 
aber 
doch 
WEIT 
bei 
dem Haupteingang in dem umringenden Garten ein Teil, der 
durch den gegenwärtigen Besitzer in Ürdnung gehalten wurde. 
Dort war auch, wie in der Alhambra, ein länglich viereckiges 
Wasserbassin mit weissem Marniorrand, in dem aber noch das 
frische Wasser herrlich strömte. Und am Eingang an den 
Mauern zu beiden Seiten der Thür standen hohe Rosensträucher 
mit 
ihren 
gebogenen 
Zweigen 
und 
hellen 
Blumen. 
Ihre glänzenden Farben hoben sich von der grauen Mauer 
ab und spiegelten sich in dem Wasser zu unseren Fussen. 
Es war wie ein Aquarell von Fortuny, wie er dies mit feinem 
Geschmack darzustellen weiss, und es ist mir im Gedächtnis ge- 
blieben als etwas, das mich durch seinen Reiz traf. Ja, dachte ich, 
wäre die Alhambra auf diese Weise in ihrem Charakter so- 
erhalten geblieben, 
würden 
wir 
GtWZIS 
Wirklichkeit 
VOI] 
dem 
gesehen 
haben, 
XVOVOII 
UHS 
die 
Träume 
ELLIS 
tausendundeiner 
Nacht erzählen, aber jetzt  wie sie jetzt vor 
bringt sie mir die wenigen lateinischen Worte, die 
auf die Lippen: wSic transit gloria mundiz. 
uns liegt, 
ich kenne,
        

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