Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Spanien
Person:
Israëls, Jozef
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1924014
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1926031
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RONDA. 
ihm, dass ich erstaunt war, dass er so schnell Feuer machen 
konnte. Da stand er wieder auf, lief suchend ein Ende 
weiter und kam mit zwei Stöckchen zurück; er zeigte sie mir, 
aber ich begriff noch nichts. Nun legte er darauf ein kleines, 
hartes Grashälmchen und begann darauf zu pfeifen, dass es 
bis in die Ferne gellte, Darauf nahm er seinen Stock und 
schleuderte ihn so hoch in die Luft, bis er beinahe unsicht- 
bar wurde, und fing ihn dann wieder ruhig und geschickt auf. 
xDas ist gutß bedeutete ich ihm, ßwenn die Adler auf Deine 
Herde zukommenyi er machte,eine Gebärde von Angst und 
Schreck, als er begriff, dass ich einen Adler meinte, und 
machte das Kreuzzeichen auf seiner Brust. So war dieser 
junge Knabe ein guter Zeitvertreib für mich, und wenn seine 
Ziegen mir allzunahe kamen, nahm er seinen Stock und liess 
sie allerlei Sprünge machen,  aber unterdessen sass ich noch 
immer und wartete auf die, die kommen mussten. Bereits 
hatte ich den Plan gefasst, mit meinem jungen Gefährten 
hinter seinen Tieren nach oben zu klimmen, als ich endlich 
die mir wohlbekannteu Stimmen hörte und das Triumvirat 
wieder vor mir stand, laut erzählend von all dem Schönen, 
das sie gesehen hatten. Sie begriffen durchaus nicht, wie 
das immer der Fall ist, dass sie zu lange geblieben waren. 
Ich brummte etwas in den Bart; aber die Lebhaftigkeit, die 
sie mitbrachten, und der komische, unverständliche Abschied 
von meinem Hirten brachten meinen Humor wieder in Ord- 
nung. Singend und fröhlich ging der Zug wieder geraden 
Wegs nach oben, und als wir wieder auf der Felsenplatte, 
worauf Ronda gebaut ist, angekommen waren, stiegen wir ab 
und sahen mit Genugthuung längs dem Berg nach unten, 
dessen steile Wände uns so viel Schönes gezeigt hatten.
        

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