Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Radirungen
Person:
Klein, Johann Adam
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1921976
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1922123
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Biographische 
Skizze. 
101131111 Adam Klßin ist der Sohn sehr würdiger rechtlicher Eltern, welche ihm und 
seinen 6 Geschwistern eine sorgfältige Erziehung gaben. Der Vater, ein gerader biederer Mann, 
war Weinhändler und führte sein Geschäft mit ausgezeichneter Redlichkeit und ganz nach schlich- 
ter alter bürgerlicher Weise; die Mutter, in den letzten Jahren ihres Lebens etwas kränklich, 
besorgte die häusliche Erziehung und übte durch ihren milden Charakter wohlthätigen Einfluss 
auf ihre Kinder. Er ward 1792 am 24. November zu Nürnberg geboren. Neben dem Schulun- 
terricht säumten die Eltern nicht die vorherrschende Neigung zur Kunst, die sich gar bald in 
ihrem Sohne entwickelte, zu nähren und ihr die gehörige Richtung geben zu lassen. Sein erster 
Lehrer im Zeichnen War der Gouache- und Aquarellmaler von Bemmel, einer der letzten 
Sprösslinge der bekannten, von dem Landschaftsmaler Wilhelm von Bemmel abstammenden, 
Künstlerfamilie. Eine weitere Anleitung empling er in der Nürnbergischen Zeichenschule von 
den Jahren 1802 an bis 1805 durch Director Zwinger. Hier wurde im figürlichen Fache die 
Anweisung streng nach dem Preisslerischen Zeichenbuche und den Handzeichnungen der ver- 
schiedenen Glieder der Preisslerischen Familie ertheilt; unser Künstler machte diese Schule 
ziemlich durch, zeichnete aber auch mit der Feder nach Ridinger Pferde und andere Thiere, 
und diese Copien waren von täuschender Aehnlichkeit und Treue und zugleich mit unverkenn- 
barem Geiste gemacht, so dass sich bereits ahnen liess, es werde sich das Talent des jungen 
Künstlers besonders für dies Fach entwickeln. 
 Vom Jahre 1805 an wurde derselbe dem Kupferstecher Ambrosius Gabler dahier 
übergeben, um im Zeichnen, Radiren und Kupferstechen eine so umfassende Anleitung zu erhal- 
ten, wie sie der Künstler bedarf. Dieser verdiente Mann, dessen vielfache Kunstkenntnisse ihn 
ganz zur Bildung eines solchen Talents befähigten, verstand den ihm übergebenen Jüngling so zu 
leiten, dass er die rechte Bahn fand, auf welcher er jetzt mit so ausgezeichnetem Erfolg wan- 
delt. Nachdem er eine Zeit lang bei demselben das strengere iigürliche Zeichnen fortgesetzt 
hatte, und Hand und Auge dem jungen Künstler erstarkt waren, führte er diesen zur Nachbil- 
dung der Natur an, der wahren und besten Schule, aus Welcher jeder tüchtige Meister hervor- 
gehen muss. An landschaftlichen Studien und kleineren Parthieen, anfänglich aus den zwar nicht 
allzumalerischen nächsten Umgebungen der Vaterstadt, nachher aus weiter entfernten Gegenden, 
übte sich unser Künstler mit Liebe und schnellem sichtlichen Erfolge. Mit Geist aufgefasst, mit 
Treue und doch mit Leichtigkeit ausgeführt, waren schon diese früheren Versuche anziehende
        

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