Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904246
GERMANISCHE 
VÖLKER. 
Skandinavier, 
Angelsachsen, 
Normannen 
und 
Engländer. 
5  I. 
 - 3   gar 5 
 ßszeiää   
  35;       
 ja ä;    kandinavien tritt erst gegen Ende des achten Jahrhunderts 
 50g: i, I  36,000 E aus dem Düster einer halb sagenhaften Vorzeit in das Tages- 
m;      licht der Geschichte ein. Man nimmt an, dass seine Ur- 
3,493"   i.  2      
E .32:     g bewohner Tschuden gewesen seien, die sich hauptsachlich 
 gäi     an den Küsten aufgehalten und durch Jagd auf die Tiere 
 ä?   dzjßg;   des Waldes, des Strandes und des Wassers ihr Leben ge- 
 aaiiisiiipgglnßiii  fristet hätten. Eine Menge von rohen Werkzeugen aus 
nuäudö"  "i;  H: i; Feuerstein und Knochen sowie Scherben von plumpen 
   ß dickwandigen Thongefassen finden sich mit den Abfallen 
   von Mahlzeiten vermischt und zu Hügeln aufgehäuft noch heute in 
 w,  den ldezirken der ältesten Wohnsitze. Nach den Steingeräten pflegt 
    man Jene Wildlingsperiode das Steinalter zu nennen. Felle dienten 
I: 3 zur Sicherung des Körpers gegen das rauhe Wetter. Schon damals 
 mag die Bekleidung der nördlichen Stämme wenigstens in der Haupt- 
1';   Q3."      
 sache dieselbe gewesen sein, welche heute noch an Jenen unwirtlichen 
 Gestaden üblich ist; sie wird gleichmässig für beide Geschlechter aus 
' Rock und Hosen, aus Stiefeln und Fausthandschuhen bestanden haben, 
_ iilzixi] sowie aus einer Kappe, welche mit Ausnahme des Gesichtes den 
  ganzen Kopf umschloss. Das Klima verlangte eine völlige Verhüllung, 
  und mit den damaligen Werkzeugen konnte dieselbe auch hergestellt 
 werden. Für die südlichen Stämme, welche Jütland bewohnten, dürfte 
tt-l eine grosse Decke aus Fell genügt haben, sowie ein Rock aus Fell oder 
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(  as ge ec (vg.  11), wie solc er unter den Germanen zur Zeit des 
 "l Tacitus aus zwei rechteckigen Decken hergestellt wurde, die man über 
.219. die Schultern her und an den Seiten herab bis auf die Armschlitze 
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73 zusammennahte. Als Schmuck pflegte man Halsketten aus Bernstein- 
Zlnixls perlen und durchbohrten Tierzähnen zu verwenden. Höhlen iin Gebirge, 
namentlich wenn sie auf der Sonnenseite lagen, kesselförmige Löcher 
im Boden oder Flechtwerke aus Baumzweigen, später auch Pfahlhäuser, die im Wasser aufgerichtet 
wurden, dienten zur Wohnung, zum Schutze gegen feindliche Einbrüche aber Ringwälle in sumpfi- 
gen Niederungen. Für die Toten richtete man aus Steinblöcken geräumige Kammern her, mit 
einem langen niedrigen Gange, welcher zu denselben führte, und überschüttete den ganzen Bau mit 
Hottenroth, Trachten. II. Band. 2. Aufl. 1
        

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