Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904902
  
  
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Schläfen sichtbar, war nach hinten in ein Mützchen zusammengestrichen. Beachtung möge hier noch 
das weibliche Kostüm finden, das in den östlich gelegenen Nachbarländern in jener Zeit Mode 
gewesen, in Lithauen und Liefland (31. 18. 1-1. 21). Auch hier Enden wir Rock und Leibchen ge- 
trennt. Das Leibchen der Liefländerinncn (31. 19) war bis zum Gürtel offen und der Ausschnitt in seiner 
unteren Hälfte über dem I-lemdc verschnürt; der Mantel reichte bis zur Erde, hatte einen hohen 
stehenden Kragen und war stets von rotem mit grünen Schnüren besetzten Tuche; die Mütze glich 
einer niederen Bischofsmütze. Vornehme Liefländerinnen kleideten sich nach deutscher Weise 
in den langen, vorn herab völlig geöffneten Rock (31. 13) und den kurzen Mantel, welcher gleichfalls von 
roter Farbe. Ihre Kopfbedeckung bestand aus einem gespitzten deckelartigen Hütchen, das untenher 
mit einem Kopf und Hals UmSChllCSSCndCf! Pelzstücke besetzt war, unter welchem das Gesicht wie 
unter einem Zeltdache hervorblickte. Zum Kostüm der Li th au erinnen von Stand (31. 21) gehörte 
ein bis auf die Knöchel fÄnCHClCr Rock mit farbigen Ornamenten in Streifen, ein Leibchen mit 
dreieckigem Ausschnitte und I-ialbiirmeln mit einigen Querschlitzen, statt der Schürze ein grosses 
Tuchstück, schliesslich ein kegeliger Hut, welcher mit einem Zeugstücke turbanartig umwunden. 
Die Ausbildung der kriegerischen Tracht in den skandinavischen Ländern ging fast 
durchweg denselben Gang wie in Deutschland, England und Frankreich. Die Abänderungen waren nicht 
stark genug, um der Tracht ein skandinavisches Gepräge zu geben; aus diesem Grunde genüge 
hier ein Hinweis auf den folgenden. Abschnitt. Von skandinavischem Geräte während des 
Mittelalters ist uns nur weniges erhalten geblieben; die Ueberbleibsel dienten zumeist kirchlichen 
Zwecken und zeigen vorwiegend romanischen und gotischen Charakter. Doch vermochten die fremden 
Stylarten den einheimischen Styl durchaus nicht zu verdrängen; der nordische Styl machte sich mit 
seinen wunderlichen Bandverschlingungen und phantastischen Tierfiguren an kirchlichen wie häus- 
lichen Geräten geltend bis auf den heutigen Tag. Fremdes und einheimisches Ornament teilten sich 
nicht selten in das gleiche Gerät (vrgl. 2. a2). Rein nordisches Ornament begegnet uns an einigen aus 
Holz gezimmerten Herrensitzen, welche der Wende des 12. und 13. Jahrhunderts angehören (3. 21. 
Fig. 15), an einem isländischen Truhestuhle aus dem 15. Jahrhundert (3. 22) sowie an einigen Laden 
und Kästchen von Holz oder Walrosszahn. 
Werfen wir einen Blick in das Innere einer altnordischen Behausung! Der ganze 
Raum des Hauses ward von einer einzigen Stube eingenommen, mit einem Vorzimmer, welches 
als Durchgang diente sowie als Aufenthalt für die Hühner. Die Stube hatte nur das Dach zur Decke 
und das Gebälk; die Wände Waren ohne Fenster. Die Stube erhielt ihr Licht durch ein Loch, 
welches sich entweder in dem hohen First oder dicht neben demselben im Dache befand. Die 
Oeffnung konnte mit einem Schieber verschlossen Werden; der Schieber bestand aus einem viereckigen 
Rahmen, der mit durchsichtiger Haut überspannt; bewegt wurde er durch eine Vorrichtung aus zwei 
zusammengefügten Stangen, von welchen eine mitten in die Stube herabhing. Der Fussboden war
        

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