Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904798
GERMANISCHE 
VÖLKER. 
(Von 
1200 
bis 
zum 
Ausgänge 
des 
Mittelalters.) 
Die 
Skandinavier. 
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N {i  ü eitdem das Christentum in Skandinavien herrschend geworden, 
44  i,  waren es namentlich die Deutschen, welche daselbst feste 
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42-11-1839;  gesägt f 219135"- Handelsplatze anlegten und mit ihren Waren auch ihre Sitten 
lfä"  D4,- sw- '9- üäuß   
ß I;  E34 Ä und Trachten in dem Lande einburgerten. Am Anfange des 
  1:2. Jahrhunderts verbreitete sich das Deutschtum über Däne- 
 mark und am Ausgange desselben Jahrhunderts hatte es auf 
 ' ' "i Gxaiimäo dem ganzen skandinavischen Boden Wurzel geschlagen. Nur 
gültig-Z  w: 
 die Ansiedler in den schwer zugänglichen Haiden und Ge- 
i? Vx " birgen und auf dem fernen Island behaupteten ihre urväter- 
K   lichen Gewohnheiten. Neben den Deutschen unterhielt Russ- 
 land seit der Zeit, da es unter die Herrschaft der Waräger 
ß: (äigygqiä gefallen war, einen lebhaften Handel mit den skandinavischen 
 " Ä Nordlanden. Der schwedische Frauenputz welcher uns so ori- 
äääliia     '  
K ginell erscheint, zeigt eine so durchschlagende Achnlichkeit mit 
 dem der östlichen Slaven, dass wir seinen Ursprung durchaus 
l .910      
 als fremdländisch betrachten müssen. Doch lassen sich die abbildlichen 
 Spuren des schwedischen Putzes meines Wissens nicht über das lfölllllahr- 
 L5 hundert zurück verfolgen. Was uns an Trachtenbildern aus lru eren 
 Zeiten übrig geblieben ist, beweist nur eine völlige Uebereinstimmung 
 der skandinavischen Tracht mit der deutschen. Nirgends eine Spur von 
        dem germanischen 
Q einheimischen Volkstrachten! Diese mogen gemass D 
 Hange, das Fremde für besser zu halten, als das Eingeborne, keine Dar- 
A steller gefunden haben. Vielleicht hab_en die Künstler, welche die Wände 
a? der Gotteshäuser mit biblischen und legendarischen Gestalten schmückten, 
es für eine Entheiligung der Heiligen gehalten, dieselben in die all- 
tägliche Gewandung namentlich der dienenden Klasse zu stecken. Wie dem auch sein mag, 31165 
was an abbildlichen Beweisen vorliegt, macht den Eindruck, als ob das gesamte skandinavische 
Kostüm aus Entlehnungen von fremdländischen Trachten hervorgegangen sei. Soweit es mit dem 
deutschen übereinstimmt, kann hier der Bericht über die deutsche Tracht bis zum Ausgange .685
        

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