Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904699
Schultern gelegt (18. 25.26). Auch die Art seinerBefestigung erhielt einen grösseren Wechsel; er wurde 
entweder oben über die Brust her durch eine goldene Schnur oder ein glattes Band zusammengehalten 
(18. 26) oder mit einem seiner Flügel über die linke Schulter herabgezogen und in den Gürtel gesteckt 
 25); einmal sass auf den beiden geraden Rändern je eine durchlöcherte Schiebplatte von Metall 
(Fig. 8. 15), durch welche eine zur Schlinge doppelt zusammengelegte Schnur lief, deren bequastete 
Enden sich nach Belieben anziehen liessen; ein andermal sass an dem geraden Rande der rechten 
Seite ein metallener Ring (Fig.8.ie), durch welchen man einen Teil des gegenüberliegenden Saumes 
zog und sodann verknotete, eine Befestigung, die freilich nur bei feinen Stoffen möglich war; man ver- 
knotete selbst beide Ränder miteinander (Fig. 8. 17), falls der Mantel von rechteckigem Zuschnitte 
und feinem Stoffe war." Itlatten die Ränder einen steifen Bortenbesatz, so War nur eine Befestigung 
mittelst der Agraffe moglich Flg- 9- Zurück, Ohne jedoch die Pi_ 
(Fig- 8- 18) W35 nnn das l 2 3 4 5 gaschen völlig zu verbannen; 
  X .121:  C 
Fusszeng anbetrleft, SO bneb   f,  ja im folgenden Jahrhundert 
bis in die Vierziger Jahre nln" l  S, v e  feierte dieMode derSchnabel- 
ein die Mode der lang ge" .7 ZX    Schuhe unter dem Namen 
schnabelten Schuhe oder Pi- 1;!  "   nPoulaineu eine erneute Auf- 
gaschen vorherrschend. Im H x f  4x (ä r erstehung, um sich bis zum 
12. Jahrhundert hatte sich I5. l   NIIÜ. Schlüsse des 15. Jahrhunderts 
die unausbleibliche Scheidung    v v: zu behaupten. Im 12. Jahr- 
der Gesellschaft in einzelne f   k hundert, als der Schnabel 
Klassen vollzogen, in höhere 6  I:  ä  7 verschwand, fing das Fersen- 
Klassen von feinerer Bildung Ar {s'il  stück an zu wachsen und er- 
mit ausgesuchten Genüssen,    reichte eine Hohe, dass es 
die DCOurtOlSK, und kin dClIC   initseinenZottelnündZacken, 
Klassen des tagelwer en en I X  III welche es zerschlitzt war, 
VOIkCS, die "Vllnlnsß Man K  über die Ferse zurückfiel wie 
unterschied die Stande 118611     ein Federbusch (21.94); sonst 
derLängedessennnsennnbels; l  n   aber Passte der Schuh völlig 
bnrgerneneLentetrngenelnen  s  io   auf den Fuss und wurde in 
6 Zoll langen Schnabel, Ritter  ü, GAG f  der Fussbeuge mit einer 
und Barone einenSchnabelvon F d:   Schnalle geschlossen; die 
1 F955, Bürsten Ven 2 Fnss   i":  l  SChuhe vornehmer Leute 
Lange.AusdieserZeitstammt   i,  Vvaren gefuttert und aussen 
das geflügelte Wort: iiauf     mit Goldtressen oder mit 
großem FuSSe lebemß Unter   x    Streifen verschiedenfarbigen 
Ludwig VII. kam man wieder      Leders und selbst mit Pelz 
 die runden oder doch nur       l besetzt. Im Zimmer bediente 
massig zugespitzten Schuhe  man sich der KlESChaPlnSK, 
(wovon escarpin), nämlich einfacher Schuhe mit niedrigem Fersenstück und einer Schnalle zum 
Verschluss (21. 06). Kopfbedeckungen gab es verschiedener Art; man trug Mützen, die ähnlich den 
phrygischen mit vorwärtsfallender Kuppe (I8. m. 21), Zumeist auch mit Wangenlaschen und Nacken- 
schirm versehen waren; diese Mützen bestanden aus Tuch oder Samt und Wurden vorzugsweise im 
Winter getragen. Eine andere Mütze mitNamen nCoiffeu War von weissem Liniien und glich einer glatt- 
anliegenden Frauenhaube (18. 17). Daneben gab es in den letzten Jahren Ludwig's VII. noch Hüte 
von Kameelhaar oder Filz, welche nach ihrer mörserartigen Gestalt nMortieru genannt wurden, Der 
landesüblichste Kopfschutz aber für beide Geschlechter war die uralte Kappe (chaperen), In ihrer 
gebräuchlichsten Form glich die Kappe, wie schon öfter erwähnt, einem Trichter mit nach oben 
gerichtetem Ausgusse; sie hatte einen Schlitz für das Gesicht und fiel mit ihrem Kragen bis in
        

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