Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904608
Buckel erhob (17. 2a. so). Unter diesem Schilde stürzte sich der Gallier völlig nackt in die Schlacht 
 Später nahm er den Harnisch an; derselbe bestand aus drei biegsamen Platten von Metall, 
 auf dczlzm Rotcke festgenäht waren, zwei davon oben auf den Schultern, die andere über den 
Kürassiaussozxiviläs die Mitte der Brust unbedeckt  Mit der Zeit stellte man den 
Eründung ist augänäen Stücken her, welche Brust und Rücken bedeckten (17. 20. 21. 42). Eine gallische 
  as Panzerhemd aus kleinen ineinander gehängten Maschen von Eisen. Einzelne 
 nebeneinander über den Arm geschoben oder statt derselben Bangen von Holz, 
trugen Helme  glichen, oderBaugen von Metall  die gefüttert waren. Nur Heerführer 
wölbt oder h; eine Sjeftltlen 110611 einige Helm-e. aus Jener Zeit (11.22. 23.  dieselben sind konisch, ge- 
stellten Kämme a  1511 z]: auslaufend, ohne Visier und Naekenschild, abenmit einem auf die Kante ge- 
welche man wie 11b  166. und unterhalb des Kammes, hinten und vorn, mit kleinen Röhren besetzt, in 
Zeiten der irömieshsc ieänt, Federn oder Büschel von. farbiger Wolle zu stecken pflegte. In den letzten 
Flü 1 I!  isc en epublik. wurde der Helm ofters mit gewaltigen Hörnern (17.  ein paar 
gß 11 .17. 42) oder einer Tierbuste ausgestattet und ebenso der Schild mit einem glänzenden Schmuck 
ä); Metallbleelien völlig überdeckt. Am besten kennen wir die Angriffswaffen der Gallier. Der 
d. werter gab es verschiedene; ein kurzes Schwert, ähnlich dem griechischen, ein dreischnei- 
tgßs Schwert ohne Scheide und ein spitzes Schwert (17. 31-33), dessen Schneiden nicht selten ein- 
warts geschweift. Die Schwerter wurden stets auf der rechten Seite getragen (17. 42) und zwar an einer 
Kette, die man sowohl über die Schulter zu hängen als auch am Gürtel zu befestigen pflegte (17. u) 
Die Lanze, der Wurfspeer und der Bogen waren die Stoss- und Schusswaffen. Merkwürdig unter den 
Wurflanien ist der Kelt, eine gerade Meiselklinge mit einer Dille (17. 38), an welcher bewegliche oder 
feste Ringe sitzen, jene vielumstrittene Waffe, in welcher man die Framea erkennen will. In Uebuer- 
einstimmung mit nordgermanischen und angelsächsischen Heimen (5.11) zeigte die gallische Feld- 
standarte das Bild eines Ebers (11344). Auch das Pferd hatte Anteil an der Ausrüstung seines 
Herrn: Buckel, Blechstücke und Kettchen funkelten auf Brust und Kruppe (17. 424a. 4a). 
Die Priesterschaft der Gallier wie der Kelten überhaupt teilte sich in drei Klassen, 
in Druiden, Barden und Ovydds. Die Kleidung der Druiden oder eigentlichen Priester war aus reinem, 
ungefärbtem Linnen hergestellt, welches als Zeichen der unwandelbaren NVahrheit galt; sie bestand 
in einem weiten, wohl meist mit Aermeln versehenen Untergewande, das locker unter den Hüften 
gegürtet wurde (17.55), und einem wallenden, halbkreisförmig oder reckteckig zugeschnittenen 
Mantel, welcher im Gegensatze zu den profanen Mänteln auf der linken Schulter befestigt wurde 
und zwar derart, dass man einen Teil des rechten Saumes durch einen Ring zog und mit dem linken 
Sallme verschnürte. Der Oberpriester trug Schuhe, auf welchen ein fünfzackiger Stern (Druden- 
fuss, Pentalfa) eingestickt war, eine spitze goldene Tiara oder statt derselben einen frischen Eichen- 
kfänz, ein Scepter mit dickem Knauf, ein in Gold gefasstes Schlangenei und ein zum Abschneiden 
der heiligen Mistel bestimmte goldene Sichel (vrgl. as). In absteigendem Grade der Fülle wie der 
gpätlläarkeit der Gewänder waren die übrigen Klassen der Priesterschaft besonders charakterisiert. 
d_ OaYdCn trugen ein langes Gewand, das blau wie der Himmel oder braun wie die Erde war; 
1c Vlädds, Welche Astronomie und Medizin trieben, kleideten sich in knapp anschliessende Kleider 
lglllenglglllef Farbe, der Farbe der Natur (17. 54); ihr Mantel war kurz und glich einem Kragen. 
Schiedegäzstlfäi; Wal" geboten, das Haar kurz, den Bart aber lang zu tragen. Die Schüler der ver- 
gab auch Weibläsän gingen in bunten Gewändern von weisser, blauer und grüner Farbe einher. Es 
sämtlich aus S   Briester  53. ss). Die abbildlichen Zeugnisse des Priesterkostümes stammen 
vom Christlichga liälffllSCllef Zeit; man findet darunter den Kapuzenrock (17. au) und selbst die erst 
Nachdel; Ättelallter vorzugsweise beliebte Schaube. 
 16 Romer das gallische Land erobert hatten, vollzog sich, wenn auch unter 
groäsem Wlderstreben, doch unaufhaltsam eine völlige Umwandlung in der ganzen Erscheinung des 
bewegten Volkes- Mit den Aemtern kam die Toga in das Land; es begann eine Vermischung der
        

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