Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1904509
fälligcn Ranken in Perlen besetzt; am Knöchel rechts und links sind die Schuhe in zwei Laschen 
zerteilt, durch welche der Schnürriemen läuft. Man hält diese Schuhe ebenfalls für eine sicilianische 
Arbeit des 12, Jahrhunderts, ebenso die beiden Paare, welche verloren gegangen sind. Die Ueber- 
heferung gibt den letzteren jedoch ein karolingisches Alter (14. a). Unter den Schuhen der vornehmen 
Leute, welche in den Miniaturen KarFs des Kahlen dargestellt sind, finden sich auch solche, welche 
Zwischen Rist und Ferse rechts und links zwei Laschen mit Oesen führen, durch welche der Schnür- 
riemen läuft; der Rist setzt sich ebenfalls mit einer Lasche über die Fussbeuge fort; über dieser 
Lasche wurde der Riemen verknüpft. Solchen Schuhen dürfte das eine Paar der verlorenen Krönungs- 
Schuhe entsprochen haben (21. 34); das andere Paar (21. 85) aber einem noch heute in der Kirche 
von Chelles bei Paris befindlichen Schuhe (21. 532), welcher an den Knöcheln rechts und links mit 
einer Oese für den Schnürriemen versehen ist; auch dieser Schuh gehört der karolingischen Periode 
an. Ohne das Urteil der Kundigen antasten zu wollen und nur des leichteren Vergleiches wegen ist 
das hier in Rede stehende Fusszeug auf einem und demselben Blatte zusammengestellt worden. 
Die eigentlichen Würdezeichen der kaiserlichen Macht waren Krone, Scepter und Reichs- 
Fig. 7. 
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apfel. Die deutsche Kaiserkrone ist achteckig (14. 2), indem acht goldene, an Scharnieren 
bewegliche Schildchen innen durch einen dünnen Eisenreif verbunden werden; die Schildchen sind 
oben im Halbkreise abgerundet; die beiden grössten stehen auf der Stirn- und Nackenseite; zwischen 
beiden sitzt ein hochgewölbter Bügel in Oesen eingefügt, deren jede noch zwei Oesen zur Seite hat 
für Ornamente, welche nicht mehr vorhanden sind; der Stirnschild ist von einem Kreuze über- 
ragt. Vier kleinere Felder sind mit Darstellungen in Zellenschmelz gefüllt, sämmtliche Schilde aber 
mit einer Menge orientalischer Perlen und ungeschliffenen Edelsteinen sowie mit Filigranarbeit 
verziert. Auf dem Bügel steht eine Inschrift mit dem Namen Chuonrad; ob der II., der III. oder 
IV. gemeint, lässt sich nicht mehr bestimmen. Man vermutet indess, die eigentliche Krone sei byzan- 
tinische Arbeit aus dem 11. Jahrhundert und der Bügel eine spätere Hinzufügung aus der Zeit 
Konrads IV. Die Krone ist mit einer Rundkappe von rotem Sammet gefüttert. Der Scepter 
gibt es zwei, ein romanisches und eins, welches der entwickelten Gothik des 14. Jahrhunderts an- 
gehört. Das erste (14. 1) ist von Silber mit teilweiser Vergoldung; den Knauf bildet eine siebartig 
äurehlöcherte Kapsel in der Form eines Pinienapfels und ruht auf hohem Blätterwerk; der Stab besteht 
aus Silberblech, das um einen glatten runden Holzstab fest genietet; oben und in der Mitte sitzen 
ringartige Knäufe, unten ein Knauf mit sechs Rippen; dieses Scepter dürfte übrigens von Anfang
        

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