Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1906271
die den mittelalterlichen Atours glichen (101. 11) oder nach oben sich erweiternden Körben 
(101. S). 
Wenden wir uns vom äussersten Osten Europas zum äussersten Westen, so begegnen wir 
den Schotten. Die S ch o tt en behaupteten ihre urväterliche Tracht aus gewürfelten Stoffen, nämlich 
Mäntel in vielfacher Anlage, Jacken und völlige Hosen oder statt ihrer Strümpfe, welche die Kniee 
nackt liessen, auch noch im 17. und 18. Jahrhundert (120. 21). Aber das lange und enge Bündnis 
zwischen Schottland und Frankreich wandelte die Tracht bei Hof und in den Städten nach fran- 
oder 
nach 
oben 
erweiternden 
Körben 
zösischem Muster um; der Kilt oder Phillibeg erscheint um diese Zeit in Weste und Unterrock 
geteilt. Schossweste und Jacke, letztere mit breiten Aermelaufschlägen, trug man über dem 
Kilt, diesen hintenherauf genommen und auf der linken Achsel befestigt, dazu Strumpfbänder mit 
Schleife und Rosette, die Steenkerke und selbst die Perrüke, auf welche man die flache blaugraue Mütze 
mit ihrem Schmuck von Ginster, Stechpalme und Adlerfedern setzte (115. 20. 120.19). Bei Hof 
trug man die englischen Kniehosen mit ihren Knöpfen und Schnallen. Aehnlich erging es der 
weiblichen Tracht. Der grosse safranfarbige Mantel, der Arrisard, von hinten her umgelegt, um 
die Hüften gegürtet und auf der Brust mit einer Schnalle befestigt, von verheirateten Frauen auch 
über den Kopf genommen (115. 1a. 10. 120. 22), scheint so nur bis 1740 getragen worden zu sein. 
Vornehme Frauen legten ihn wie eine Mantille über ihre sonst völlig französische Tracht (115. 22). 
Allgemein üblich wurden Leibchen und kurze lose Jacken. Ohne arm zu sein ging man häufig mit 
nackten Füssen, doch trugen besser gestellte Frauen Hosen (Ossan) von verschiedener Weite unter 
ihrem Rocke. Man scheitelte das Haar, umschloss es mit einem einfachen Stirnband und nahm 
es ungeflochten nach hinten auf oder liess es rechts und links vom Gesicht in einer Locke von 
beträchtlicher Länge herabfallen, diese unten mit einer Bandschleife zierend. Heutzutage ist reine 
Schottentracht selbst im Hochgebirge kaum noch zu finden.  
Berichtigungen. 
Seite 2, Zeile 14 von oben der Satz: Es gab gröbere Stoffe aus 
Flockzeug oder Filz u. s. W. gehört auf S. 3, Z. 7. 
S. 21, Z. 19 von oben lies kreissend für kreisend. 
S. 28, Z. 3 von unten lies Fäustlinge statt Fingerlinge (doch 
gab es auch getingerte Riegelhemde; vgl. Tat. 91. 1a). 
S. 37, Z. 13 von unten lies (vgl. 3. es) statt (vgl. 38). 
S. 40, Z. 13 von oben sind die Worte: unter den höheren 
Ständen, dem Anfang der Zeile vorzusetzen. 
S. 40, Z. 21 von oben lies Fersenstück statt Absatz. 
S. 43, Z. 19 von unten rechts lies ihn statt es 
S. 46, Z. 23 von unten ist der Satz: nMaD unterschied die 
Ständen etc. bis vauf grosseni Fusse lebenßr in die Seiten- 
kolonne rechts, Zeile 19 von oben einzuschalten. 
S. 50, Z. 11 von unten lies: das die Oberfläche des Kästchens 
statt seine Oberfläche. 
S. 53, Z. 15 oben fehlt hinter z)normannisch-französischeK das 
Wort Tracht. 
S. 53, Z. 9 unten lies (27. 1- 5. s) statt e. 
S. 53, Z. 6 unten fehlt zwischen (27. 11. 19) die Ziffer 12. 
S. 71, Z. 4 unten lies gewöhnlich statt häufig. 
S. 73, Z. 6 unten ist die Bemerkung vunbekanntenw Ursprungs 
durch nslavischenw Ursprungs zu ersetzen. Noch heute 
heisst in den slavischen Sprachen der Weiberrock sSuknev 
(auszusprechen wie man im Französischen soucquegne aus- 
sprechen würde); dieser Name hängt zusammen mit soukati, 
weben, spulen, und sukno, Tuch. Es scheint, dass die sSu- 
keniew mit der übrigen langen Gewandung um die Wende 
des 12. und 13. Jahrhunderts durch die Kreuzfahrer aus 
Byzanz nach dem Abendlande gekommen ist, nach Spanien, 
wo sie unter dem Namen nLobaw getragen wurde, durch 
die Sarazenen. 
S. 83, Z. 4 u. 5 oben -1. Hüftgurt statt Schwertgtirt. 
S. 8B, Z. 15 oben Wulstringes statt Wulstes. 
S. 92, Z. 10 unten fehlt hinter neingesetzt wurdemr der Hin- 
weis (Fig. 20. 11), 
S. 94, Z. 9 oben fehlt zwischen sOberkleidw und vhattew der 
Hinweis (Fig. 20, 1a). 
S. 94, Z. 18 oben fehlt hinter nin eine Spitze ausß der Hin- 
weis (Fig. 20. 17). 
S. 122, 1fig.29 1. 6 statt 9. 
S. 126, Z. 5 oben 1. (76. 1a) statt (76. 14). 
5- 126. Z. 7 unten 1. (76. 1a. 20) statt (76. 11. m). 
S. 127, Z. 2 oben 1. (76. 1a) statt (76. 11). 
S. 127, Z. 3 oben 1. (76. so) statt (76. m). 
S. 127, Z. 14 oben 1. (76. 24) statt (76. 2a). 
S. 127, Z. 23 unten 1. 76. 24.) statt (76.  
S. 127, Z. 17 unten 1. E76. w) statt (76. 1a). 
S. 147, Z. 21 oben fehlt hinter nNetzrr der Hinweis (Fig. 37. 4). 
S. 176, Fig. 42 fehlt neben dem Schnittmuster eines Kragens 
die ZitTer 7. 
Auf Tafel 99 ist die Ziffer 29 neben 24 zu streichen. 
Auf Tafel 102 lies bis 1100 statt bis 1000. 
Auf Tafel 115 lies 17. und 18. Jahrhundert statt 17. Jahr- 
hundert. 

        

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