Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1906078
vorderen Rande mit einem viereckigen Besatze geschmückt, an den Ecken der einen Langseite mit 
Oesen, an der anderen mit Schnüren besetzt; es wird über den Kopf gelegt, auf der Brust gekreuzt 
und um den Leib gebunden. 4) Die Alb a (Fig. 44. i); ein weisses Aermelhemd, längerals sein Träger, der 
es nach Bedarf unter dem Gürtel heraufzieht, und unten, sowie an den Aermeln nicht selten gleich- 
falls mit einem viereckigen Besatze geschmückt (103.  37-41). 5) Der Gürtel; erst eine Leinen- 
binde, dann ein schlangenartig runder, aus Goldfäden gewundener Strick, später breit, aus Lein- 
wand mit Buntstickerei und Fransen hergestellt, heutzutage eine schnurförmig gedrehte Binde mit 
bequasteten Enden. 6) Die Stola und der Manipel. Die Stola war anfangs ein hemdförmiges 
Uebergewand mit zwei farbigen aufgenähten Längsstreifen vorn und hinten herab nach spätrömischer 
 1 2 Fiag- 44- 4 Alba angelegt wurden, 
trug man die Streifen  die Tunicella, länger und 
auein 315 langes Band, zaggazizszszzzzzaazzz;-rr""""'"   l  enger als die Dalmatica, 
das man um den Nacken Tlfjillizzzxiii: III.  -Äjjjjjpjjjljjljlji""w, zuunterst, doch so, dass 
legte, auf der Brust     sie stets die Enden der 
kreuzte und mit dem   Stola blicken liess; das 
Gürtel unterband (103.   untere Kleid war in der 
37. as). Der Manipel war    Frühzeit rot, das obere 
ursprünglich ein Tuch   6 k)  7 weiss; beide Kleiderhat- 
zumSchweissabwischen;   i] Ä tön Zwei parallele, über 
er wurde zum Band ver-   i!  l die Schulter hinweglau- 
schmälert, das man am       i fende Streifen, die vorn 
linken Unterarm befes-      und hinten herabstiegen. 
tigte; Manipel und Stola 5   Ä Anfangs waren diese 
wurdengleichmässigaus- l F Streifen violettrot, spä- 
gestattet, und zwar an 9 ter gelden; Sie Würden 
beidenEnden mit schau-    l " unterm Halsloche her 
felförmigen Schluss-  10 mit einem Querstreifen 
stückemdiebefranstoder 8    verbunden. In Form, 
mit Glöckchen besetzt  um Farbe und Ausputz un- 
waren. 7) Die Dalma-   g-g   ,I terlagenbeide Gewänder 
tica u. Tunicella(Fig.   Ä  einem grossen Wechsel. 
 4  M   Q4  Man beliess häufig nur 
hemdförmige Ueberge- (j-     dem längeren Kleide die 
wänder, die zusammen j b  f R  "V Streifen, sowie einen 
oder vereinzelt über die n  ez ' 13 14 ' 15 rechteckigenBesatzvorn 
am unteren Rande, schlitzte es auch hier an jeder Seite mit einem bogenförmigen Ausschnitt oder 
verzierte den Saum mit Fransen und selbst mit Glöckchen. 8) Das Messgewand oder die Casel. 
Dieses Kleid entstand aus der römischen Pänula und war häufig mit einer Kapuze besetzt; da es 
die Arme behinderte, raffte man im 10. Jahrhundert die Seitenteile mit bequasteten Zugschnüren 
zusammen. Hergestellt wurde die Casel aus einem über einen Halbkreis hinausgehenden Zeugstücke 
(Fig. 44. s), dessen Seitenflügel man gegeneinander zusammenschlug, später zum Teil auch übereinander- 
deckte. Sie wurde hinten und vorn mit breiten Borten in Gestalt eines Y besetzt und dieser Besatz zum 
Stammbaume Christi ausgestaltet. Um den Armen mehr F rciheit zu geben, schnitt man im 14. Jahr- 
hundert an jeder Seite ein Stück heraus (103. so) und dehnte die Oeffnungen allgemach nach untenhin 
aus, so dass ein Messgewand mit gesondertem Brust- und Rückenblatt entstand (Fig. 44. s); von beiden 
Blättern wurde seit dem 16. Jahrhundert das vordere schmäler zugeschnitten und nur im oberen Teil 
auf das Mass des hinteren verbreitert (104. so. 32. Fig. 44. a. 1. o); der Kfeülbesatl erhielt die Gestalt 
eines T. 9) Die Handschuhe; diese wurden zuerst zugeschnitten und genäht, später gewirkt und
        

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