Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1905557
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     da. Die Engländer. 
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   Jlf    rotzdem das Kostüm des englischen Volkes sich wenig 
 3  g   V   E von dem der übrigen Westeuropaer unterscheidet, ja 
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F.  "Lkß 1_     f von Haus aus das glCIChC 1st, so bewahrt es doch 
    f;  einige leicht bemerkbare Abweichungen, die ihm 
    einen nationalen Charakter geben und es sofort als 
  N ß  L   englisch erkennen lassen. Denn wie dasselbe Ge- 
Ä yj:    wächs sich in verschiedenem Boden verschiedenartig 
gj Ä  entwickelt und die Ei enart des Bodens annimmt, auf dem es steht, so verändert 
' G  '  sich auch ein und dasselbe Kostüm JG nach dem Lande, in welchem es getragen 
 Wird. Die Seele des Volkes fährt gleichsam in das Gewand und dieses nimmt 
.    die Physiognomie seines Trägers an. Auch der Gegensatz von Lebens- und Re- 
c"  gierungsformen in den verschiedenen Ländern führt mancherlei Unterschiede 
L   herbei. Und so kommt es, dass die englische Tracht trotz ihrer nahen Verwandt- 
AWÜ V Schaft mit der festländischen schon früh im Mittelalter vielfach einen besonderen 
KVK Charakter aufwies und in manchen Einzelnheiten von derselben abwich. 
jä- Die männliche Tracht während des 13. Jahrhunderts zeigte sich 
gegen früher nicht viel verändert. Die Beinbekleidung setzte sich aus zwei 
gesonderten Beinlingen mit Füssen zusammen und war bei wohlhabenden Leuten aus buntgemuster- 
tem Stoffe (61. 39); zwischen beiden Beinlingen traten die Bauschen des untergesteckten Hemdes 
heraus (61. 41. vrgl. 9. s). Auch kamen damals noch die kurzen normannischen Hosen vor, die man 
jedoch unterm Knie verschnürte (62. 21). Die Tunika liess noch immer ihren römischen Ursprung 
wahrnehmen; sie stieg bei dem tagewerkenden Volke bis zu der Kniescheibe herab (61. 1a. 19), SOrISC 
aber bis zu den Knöcheln; ihre Aermel waren lang, am Handgelenk anschliessend, an den Achseln 
aber von bequemer Weite (61. 19. 23. 29. 37); gegen Ende des Jahrhunderts machte man die Aermel 
völlig eng, schlitzte sie hinterwärts im Unterarme und verknöpfte sie hier. Die Obertunika war 
etwas kürzer als die untere (61.  und reichte bei vornehmen Leuten bis unter die halbenWaden (61. 2); 
sie hatte ihre übermässig langen Aermel verloren und an deren Stelle kürzere erhalten, die oft nur bis 
zur Armbeuge reichten; ihre frühere Weite aber hatte sie beibehalten. Übe!" und Ulitßftllllika Wurden 
gegürtet. Schon unter der Regierung Heinrichs II. war die Mode aufgekommen, die Gewändel" "ntenher 
auszuzacken (62, 2a); sie wurde aber bestimmten Klassen verboten. Noch gab 65 eine "ngegürtete
        

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