Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Trachten
Person:
Hottenroth, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1903869
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1905499
während der andere hinten von den Schultern frei herabfiel. Gegen Ende des Jahrhunderts fing 
man an die Huppelande bis an die Knöchel oder bis unter das Knie zu verkürzen; in dieser Ge- 
stalt sah sie durchaus der deutschen Schaube ähnlich (56. 1-1. 58. 1a. 16. Fig. 30. 10). Als Ueberkleid 
benutzte man statt der Huppelande eine völlig oder nur über die Brust herab geschlossene Robe, 
die Simarre (76. 14. 77. 18. Fig. 30. 12), die oft gleich der Schecke auf den Achseln gepufft war; ferner 
die Husse, welche an ihren offenen Seiten und am unteren Rande die beliebten Zaddeln führte 
(56. a4). Als Schutzkleid trug man den Mantel (56. 29) häufig nach der Zeitmode ganz in Lappen 
und Zaddeln aufgelöst (56. a2). Mannigfaltig waren auch die Kopfbedeckungen. Die Kapuze 
pflegte man jetzt allgemein mit dem Gesichtsschlitz über den Kopf zu nehmen (57. 5) und sie 
mit einem mächtigen Wulste zu umschliessen (57. s). Es gab ausserdem hohe mörserartige Mützen 
mit und ohne Ranft (55. a4. 76. '17. 19) und Hüte in abgestumpfter Kegelform, hoch und niedrig, 
deren Krämpe hinten aufgeklappt und vorn etwas herab und in die Spitze gezogen war (55. as. a9. 
41. a3); diese Hüte trugen fürstliche Personen mit Kronen besetzt (55. 52). Beliebt waren ferner 
niedrige cylindrische Hüte mit geradabstehender oder nach oben gestellter Krämpe; zu diesen Hüten 
zählten wahre Ungeheuer mit breitausladender Krämpe, die nach oben hin eingerollt war (56.35), 
sodann auch ganz winzige Hütlein, die kaum den Oberkepf bedeckten und einen Schmuck von 
Federn trugen (57. 21). An Hüten und Mützen befestigte man gern eine leichte Seidene Binde
        

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