Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1898374
 
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Wir meinen die von Haas ausgeftatteten Zimmer in dem österreichischen Kaiser. 
pavillon. Hat hier Gugitz in feinem edlen Bau zu vorübergehendem Zwecke 
oder gelegentlichem Gebrauch eine architektonifche MuPcerleisl:ung geschaffen, f0 
ist die innere Einrichtung der VVohnräume, die von Storek entworfen Hi, nicht 
minder gelungen. Das ernstere Zimmer       ,f1 
cles Ki1ifers mit feinem schwarzen und  
goldenen Plafond, mit feinen Wänden    L is; 
in rothem Sammet auf goldgelbem    
Atlasgrunde in Venetianer Art, das   
Zimmer der Kaiserin, .licl1ter,ge.halten   K     
mit den Arabesken Sturm s in Art Z,  L    
der Raffael7fchen Grotesken, mit feinen   Ü Z 
reizenden gestickten M6beln auf        
blaueni, goldfchimmernden Grunde,  OF OF    L 
beide ihrer Bestimmung nach so vers        S. 
fchiedei1 im Charakter und doch gleich ;    
edel, prachtvoll, kziiferlich mit dem       
glanze den vornehmsten und feinsten S 
efchmack vere1i1end. XxVer an rein    , 
dec0rativen Reizen Vergnügen findet,   
der wird schon die Stoffe allein und    
ihre verlcliiedenartig fcliillernde XVirs  
kung, je nach der Richtung, in weis     
eher fein Auge darauf fällt, des Studis   T E   
ums würdig Hnden. Mit diefer Leistung   
des österreichischen Pavillons kann,   is;   di 
der deutfcl1eKaiferpavillon, ein Werk      
der Architektcn Kyllmann und     
Heyclen, keineswegs den Vergleich   ; Z z9,1 
aushalten: mehr zeltartig gedacht und  
in HolZgeriist ausgeführt, zeigt er F .:sTkisT  
Wenig Phantasie Und GCclal1ke11, und seidei1ftoFf, dunl4elblaii init Gold, von Phil. Haas N 
mit feinenI rothen Sammets und Söhne in Wien. 
Seidensioffcn einen ziemlich gewöhnlichen Gefchmack.  
Die Fabrik von Haas steht mit ihren Bestrebungen in 0esterreich keineswegs 
allein. Man kann vielmehr sagen, dass, obwohl einzelne Möbclst0fffabriken Hoch 
unter franzofifchem EinHufs stehen, Architekten, Seidenfabrikanten, Decorateuke 
und Kunsttifchler in die gleiche Richtung hineindrängen, wenn es auch nicht 
immer mit gleichem Glücke geschieht. Schon längst steht Giani mit feinen 
Brokaten und SeidenPcoffen durchaus selbständig da, anfangs mehr auf kirchs 
lichem Gebiete, jetzt aber auch nicht minder der Decoration der Wohnung mit 
ftiliPcischen Vorhangs und M6belstoffen zugewendet. Fr. O. Schmidt in Wien 
ein ächter Künstler auf dem Gebiete der WohnungssDec0ration, versteht es vor: 
l;Ckf1iC11, Und m Elle f0l1de Pracht.uncl inudie gemuthvolle Stimmung der deutfchen 
         
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