Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1901457
 
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DEUTSCHLAND, 
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Grenzen gebannt. Auch jene ungefunde 
Lüfternheit in Situation und Ausdruck, wie 
früher, ist verfchwunden. Makart7s Kraft ist 
entfchieden an der gröfseren Aufgabe gewachs 
sen. Es kam dabei dem Künstler zu Hatten, 
dass er fich an ein grofses Vorbild hielt, wels 
ches in coloriftifcher Beziehung feinem Ideale 
am meisten entfprach, an Paolo Veronefe. 
Ein folcher Anfchlufs wäre nicht in jedem Falle 
als ein Vorzug anzufehen, wohl aber hier, 
da Makart7s nach einer Seite hin aufserordents 
liches, fonft aber nicht hinreichend durchges 
bildetes, vielfach des Ha1tes entbehrendes 
Talent es nöthig hatte, f1cl1 anzulehnen. Auch 
in diefen1 grofscn und Hgurenreichen Bilde ging 
er keineswegs auf Geltaltung einer dramatis 
fchen Situation, auf lebendigere Entwicklung 
der Charaktere und des Empfindungslebens 
aus, er stellte f1ch, wie meist Paolo Veronefe, 
nur die eine Aufgabe, ein feftliches Dafein 
zu fchildern. Nicht nur für die Hauptmotive 
der Anordnung konnte er f1ch dabei an Paolo 
halten, fondern deffen Welt kam feinen Abs 
lichten auch mit der ganzen Art ihrer Erfcl1eis 
nung, mit ihrer Tracht und Scenerie entgegen, 
und keiner wird dem Künltler daraus einen 
Vorwurf machen wollen, dafs er in Architektur 
und Coftümen das Venedig des I6. Jahrhuns 
derts f1ch vor uns entfalten läfst, nicht das 
des 15., wie es die Aufgabe eigentlich mit lich 
bringen würde. 
Katharina Cornaro, welche Giacopo II. von 
Euftgnan, König von Cypern, zu feiner Ges 
mal1lin erkoren, thront zur Rechten, neben ihr 
Pceht der rothgekleidete Gemahl, und zur 
Huldigung drängt lich Alt und Jung heran, 
in erPcer Reihe Damen mit Koftbarkeiten und 
Mädchen mit Blumen, die f1ch vor ihr auf die 
Kniee werfen. Da Nicht ein braunes Weib, 
das, aufrecht fchreitend, einen Korb auf der 
Schulter trägt, dort ein Neger, dann wieder 
ein Lautenfpieler aus dem Gewühl hervor. 
Die.prächtigen Stoffe, in welche alle gekleidet 
find, das leuchtende Fleifch, der grosse rothe 
Vorhang über der Hauptgruppe, die Segel, die 
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B0rdure, entw. von c.. Graff, ausgeführt 
von C. Drächsler in Wien. 
 
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