Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900910
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FRANKREIC 
und individueller entwickeln können. Von dieser Richtung, welche in der deuts 
schen VolkSs und sittenmalerei die herrschende ist, bleibt Breton7s Weise weit 
entfernt; statt der frohen Laune, welche bei den Deutschen waltet, tritt uns bei 
ihm gewöhnlich eine leise Melancho1ie entgegen, statt des dramatischen Elemens 
tes gibt ein episches Motiv oder noch häufiger ein 1yrisches den Grundton an. Die 
abs1chts1ose Einfachheit in Situation und Charakteristik ist bei Bret0n das Gr6sste, 
sie prägt seinen Werken einen unvergleichlicheI1 Adel aus, sie bringt es mit s1ch, 
dass die Menschen, die er malt, eine so unbedingte und selbPcverständ1iche Bei 
rechtigung der Existenz haben, so vollkommen mit der Natur verschmolzen ers 
scheinen, in der s1e stehen. Da fanden wir zunächst Breton7s Hauptwerke aus 
Maj0licasGesäfse, 
der Galerie des Luxembourg: ,,Die Segnung der Feldern CI8H7J, eine ländliche 
Proceflion, welche in gluhendem Sonnenlicht durch die Kornfelder hinzieht, und 
das noch fchönere, zwei Jahre fpäter entfiandene Gemälde.: ,,Die Heimkehr der 
Aeshrenleferinnen;H ferner zwei neue Gemälde aus den Jahren 187I und I872; 
,,Die FreundinnenU, drei Bauernmädchen, Welche Arm in Arm plaudernd 
durch die K0rnfelder hinwande1n; an Qualität und Feinheit der Stimmung 
den Aehren1eferinnen verwandt, aufserordentlich fch6n durch die Art, wie 
hier drei weibliche Charaktere zufammenklingen; und ,,Die QuelleU, ein Bild in 
lebensgrofsen Figuren und zwar nur mit zwei Gefialten junger Landmädcl1eH 
am Brunnen. Ganz im Schatten gehalten, heben He Ach vom lichten Abends 
himmel ab. Die weiblichen Charaktere find bei aller Schlichtheit voller Anmuth
        

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