Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900833
 
FRANKREICH. 
gelungen ift und den meisten Beifall bei denen, die feiner Kunst überhaupt Beifall 
zollen mochten, eingetragen hat.  
Eine andere Ueberrafchung der merkwürdigPcen Art bereitete den Kunfis 
freunden Claude Ferdinand Gaillard. Der gefchätzte Radierer, der Meifter 
jenes unvergleichlich feinen Blattes nach Jan van Eyck7s ,,Mann mit der NelkeH, 
stellte lich gleichzeitig mit fechs P0rtraits als 0elmaler vor; er überträgt die 
gr6fste Tugend des repr0ducirenden Künstlers, keine eigene Auffa1Tungsweife 
und keinen selbständigen Stil, fondern die Gabe der Anbequemung an jeden 
fremden zur h6chH:en Entwickelung gebracht zu haben, auch in die eigene 
Malerei, wo diefer Vorzug mindePcens von geringerem Werthe ifi. 1n der That 
ff 
Sugg in 
Sch1nidt Fa 
Wien. 
If 
würde Niemand darauf kommen, diefe fechs Gemälde demfe1ben Künstler zuZus 
schreiben, fo verfchiedenartig ist ihr Charakter nicht nur je nach dem verfchies 
denen Naturell der Dargeftellten, fondern auch durch die Pinfelführung, durch 
die Farbengebung und die gefammte Auffaffung. Während er in einem Weib. 
1ichen Bildniffe zeigt, dafS er von van Eyck gelernt hat, die furchtbarfie Häfss 
1ichkeit mit der unverbruchlichPcen Treue darzufiellen und zu einem Wunder der 
KunPc zu machen, fehen wir in dem Bi1dnilTe eines Herren mit der Brille die 
zartefte Detaillirung mit der markantefien Zeichnung vereint. Und während 
Abbe Rogerfon in halb 1ebensgrofSem MafsPcabe uns liebenswürdig und freund. 
lich mit gefundem Geiste und Körper in das Auge fchaut, steht der Commandax1t 
4j.. 
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