Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900817
 
F RANKREICH. 
Als einen weiteren Glanzpunkt der franZöIifchen Kunfkabthei1ung darf man 
wohl unbedenklich die Vertretung des P0rtraits bezeichnen, und zwar vertritt 
hier wiederum die bereits genannte Nelie Jacquemart, Schülerin des jüngst 
verstorbenen Le0n C0gniet, die höchfke Höhe. Ihre zehn Portraits, die von 
einfachen Bruftbildern bis zu ganzer Figur gehen, Männer und Frauen in dem 
verfc11iedenPcen Alter darstellen und die verfchiedenIken Charaktere im CoPciime 
und in der Farbenha1tung Zum Ausdruc1ce bringen, find eben fo viele Meifiers 
Werke, jedes in feiner bef0ndere11 Richtung; eine uniibertrefHiche, ungezwungene 
O 
auf Papier 
Seidenftoff, 
Nob1effe in der Haltung, charalcterifkifcher und lebendiger Ausdruck der Köpfe, 
ein gefchicktes Arrangement, fehr reine und präcife Zeichnung und eine aufsers 
ordentlich fch6ne Farbe zeichnen diefe Gemälde gleichmäfsig aus und reiben 
sie dem Besten an, was die Kunft im Portraitfache überhaupt hervorgebracht hat. 
Das Portrait einer jugendlichen, reiZv0ll fcl1önen Dame in lcirfchrothem Kleide, 
ganze Figur, würde felbPc die Nachbarfchaft van Dyck,fcl1er Bildniffe ziemlich 
ungefährdet bePcehen. 
Zwifchen diefer Dame und den besten männlichen Vertretern des Faches 
ifi ein grofser Abftand, wiewohl auch mehrere der bekannten und bewährten 
Meister des Bildniffes nicht unrühmlich vertreten waren. Ich nenne A1exa ndre 
Cabanel, deffen Portraitgruppe im Florentiner Cofkum des 15. Cnicht, wie der 
Katalog fchreibt, des I4.J Jahrhunderts nur etwas mehr WVärme in der Behands 
1ung haben dürfte, um für vorzüglich zu gelten. Ferner Charles Landelle, 
 
 
ll  M il
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.