Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900665
Pl.sASTlK 
UND 
M ALEREl. 
Oft wird nämlich in der abgefchmackteften Weife überfetzt und verdeutfcht, 
anderwärts wieder, f1chtlich aus reiner Unwiffen11eit, das Franz6lifche ltehen ges 
laffen; bei dem Einen wie bei dem Anderen entstehen aus Unbekann.tfchaft mit 
den Dingen felber die lächerlichPcen Irrungen. Hier einige Beifpiele bunt durchs 
einander: No. I047 ,,Der Halbkreis des Pala1tes der fchönen KünlteU 
Lohne Rcickübcrfetzung ganz unverständlich II, während unmittelbar zuvor, No. 
Io46, die Anbetung der.h. drei Könige ,,in der Cathedrale von ColnU aufges 
führt wird. Die fcl10n erwähnte No. I317 stammt aus der ,,Capelle des Fonts 
der EuPcac11iuskircheH. Hier hat dcriSchreiber offenbar nicht gewufst, dafs ,,cl1as 
pel1e des fonts Cbaptist11auxJU Taufcape1le heifst. Als No. 1474 f1gurirt der ,,Brunnen 
von LuxemburgU; hätte hier der Schreiber nur wörtlich ,,desU Oder ,,v0n1U Luxen1s 
burg iiberfetzt, fo hätte er einigermafsen eine,Unwiffenheit: Vor dem Lefer wenigs 
1tens allenfalls verheimlicht, und diefer die Wafferlcunltanlage im Garten des 
Luxernb0urg verstehen können.  No. 3 giebt es ,,BeinchensSpie1erU. No. 369 
mufste man lich erPc befinnen, was wohl ,,Die Kirche der heil. Maria vom Heil 
zu VenedigU Ldella SaluteJ fein durfte.  Auch wird in das Ueberfetzen durch 
wahrhaft geniale leichte Aenderungen ein überrafchend neuer und tieferer Sinn 
gelegt, z. B. No. II19: ,,Die Madonna von Cafa di Terra nuova.s 
Ein herrliches Stück Quintanerüberfetzung, das bekannter gemacht und im 
Gedächtniffe behalten zu werden verdient, steht ganz befcheiden wie ein Veilchen 
unter No. I48. Das dort verzeichnete Bild ftellt  unter dem höchst verständ. 
nifSvol1en Titel ,,Die Hochzeit der Nibe1ungenH  Brunhildens Brautnacht dar, 
und da fragt  nach dem Katal0ge  die fchöne Maid den gebundenen GLins 
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