Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900459
OEI7FENTLICHE 
KUNSTPFLEGE. 
fafi, als ob die, guten Väter diefer Hauptftädte über diefe ihre Aufgabe noch 
wenig nachgedacht hätten.  
Aber wenden wir uns Zum deutfchen Reiche  wie Pceht es mit der Kaifers 
ftadt an der spree, wie mit dem C0mmunalbudget anderer Gr0fsfiädte in diefer 
BeziehungP 1ch fehe die Phyf10gn0mien unferer kiinPclerifchen Freunde sich ers 
heitern, wenn He eine f0lche Frage beantworten f0llen;  und jeder weifs, was 
diefes ir0nifche Lächeln zu bedeuten hat. Die gr0fsen C0n1munen thun faft gar 
nichts für Scu1ptur und Malerei, und f0wenig wie möglich,  häufig nur f0viel 
wie die staatss und Stadtbaubehörden erlauben  für Architektur als Kunst. 
Die C0mmune von Paris läfst Fresken und Altarbilder für Kirchen malen 
 
 
  
           
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Deckel der LTi1lTettc auf S. 27o, von E. G. Zi1nmcr1na1111 in 1lanan. 
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und folgt darin dem Beifpie1e, welches der Staat in Frankreich giebt,ssund die 
Con1mune von Paris gehört nicht zu denjenigen Corporati0nen, welche der 1circhlichens 
Gef1nnung verdächtig find. Gerade deswegen ist es bezeichnend für ihre Stellung 
zur Kunft, dafs Sie die Malerei fiir die Kirche zu ihren Aufgaben zählt. Es liegt 
darin der grofse Unterfchied in Auffaffung der Kunfiförderung dieffeits u11d jens 
feits der Vogefen. Hier pHegt man,die Gefn1nung, dort die Kunft. 1n Frankreich 
benutzt man jede Gelegenheit zur Förderung der Kunst, im deutfchen Reiche 
geht man derfelben, fo viel es anfkäindiger Weife nur geht, aus dem Wege,  
vor Allem auf dem Gebiete der Kunst für die Kirche. Man hat gegenwärtig 
vielleicht den guten V0rwand, die feindfelige Stellung der Kirche zum Staate 
und der Nation nicht durch KunftunterfititZung stärken Zu wollen; in VVahrheit 
aber hat man keine Vor1tellung von der Bedeutung der kirchlichen Malerei für 
die Förderung der Kunst. Es fehlt, wie an der rechten Kunftbildung, fo auch an 
tieferem Kunftverftändnifs. 
Auf der einen Seite macht man die BefIellungen für Kunstwerke in der Kirche 
von der Stilrichtung und der Gef11mungsttichtigkeit der betreffenden Künstler abs 
 
        

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