Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1900364
H 
 
 
0EFFENTLlCHE 
KUNsTPFLEGE. 
 Nu 
:ississsssMWYHYw;  Hi UIF:Ys W 
 sE.L.,Ä W W ..Xsx 
.,ss   II 
.s ,s2.s,s  sss:s.1,s TS In. 
s3s;3:. :   ,n  H ,   T F 
W  W  :s.Jy 
       
          
  J K ,   lLYI i;sJÄljs XX   .,x;sf  H 
s Hi:  sEi;,.  .s Mk I; IT N;   L X 
Ei        
Ists; F  Mit     A. 
2IE5lJ1I11MIM HlIlI71 4cttIMism 
Relief von 
Furtfcl1ri1ts1ncdail1e. 
0ekkent1iche 
Kunstpf1ege. 
Die VVeltausstellung hat auf dem Gebiete der bildenden Künste, speciell auf 
dem der Malerei keine neuen überraschenden Resultate gezeigt, aber alte VVahrs 
heiten und Lehren neu bekraftigt. Darin ist sur die bildende Kunst der eigentliche 
XxVerth der Ausstellung zu suchen. 
Neue hervorragende Talente sind nicht zur Geltung gekommen; nicht ein 
Künstler ist zu nennen, von dem man sagen könnte, er habe Ueberraschendes 
geleistet. Das Ueberraschende ist in unsern Tagen fast unmöglich geworden. Die 
Kunstvereine und die Jahresausstellungen bringen in reicher Fülle das, was in den 
Ateliers producirt wird, und was etwa durch diese nicht bekannt wird, das wird 
es durch die Kunstschriststeller, die Kunsthändler und jene verschämte und schan1s 
lose Reclame, welche selbstver1ta11dlicl1 aus reinem Interesse für die Kunst laut genug 
davon spricht. iNiemand darf sich daher darüber wundern, dass er in den Kunst 
salen der WVeltausstellung durch absolut neue Erscheinungen nicht überrascht 
wurde. Für Wien machte nur E. v. Gebl1ardt eine Ausnahme. 
Auch von einem Fortschritte in der Kunst ist diessmal nicht unbedingt zu 
sprechen. Nur die Architektur und die Kunstgewerbe  beide vorzugsweise in 
0esterreich  haben von fortscl1reitenden Bewegungen, die nicht bestritten werden 
können, Zeugniss abgelegt. Die Malerei hingegen ist eher in einer rückschreitens 
den als in einer aufsteigenden Bewegung begriffen. Das Beste, was an Gemälden 
zur Anschauung kam, haben Franzosen und Engländer geliefert, und diese nicht 
mit neueren Bildern, sondern mit älteren lxVerken, die mit Rücksicht auf die Zeit 
ihrer Entstehung eigentlich grundsätzlich von der Weltausstellung ausgeschlossen 
sein sollten. 
Was aber die Au5fkc1lung klar zur Anfchauung gebracht hat, das ift der 
EinHr1fs der groben BildungsanPcaltcn auf die KunPc, auf ihre Stellung zum Staate, 
zur Kirche, zur Gefe1lfc11aft, der Ei11Hufs, welchen die f0cia1en Str6mungen der 
Gegenwart auf die KunPcpr0ducti0n. ausüben.    
 is
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.