Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1899630
O 
H  ll 
s1 
s:  1 
DIE 
FRAUENARBEIT. 
oder weniger auffallend zu Tage trat, 
dafs die Frauen, mit einer ganz merlcs 
würdigen Kunltfertigkcit in ihrem 
Fache ausgerLiPcet, über Zweck und 
Anwen.dbarkeit derfelben vollkommen 
i1n.Unklaren find. Was sich mit dem 
glänzenden Materiale, mit hervorras 
gend künPclerifcher oder gefchmeidiger 
Technik erzielen lässt, haben einzelne 
diefer Frauen in eminenterWeife ges 
zeigt; wie.f1ch diefes Material. und 
eben diefe Technik zu Abfcheulichs 
keiten zufammenfügen laffen, haben 
wir nur aus den Arbeiten des Abends 
landes, nie in denen des Morgenlans 
des gefehen. 
Eine Arbeit, deren Material von 
vornherein zu verdammen ist, und 
die f1ch ebenfalls nur in Europa finden 
läft, ifk die Stickerei mit Menfchens 
haaren, die kläglichste Verirrung, der 
lich die Frauenarbeit fchuldig gemacht. 
Sie war auch in Spanien vertreten, 
wo Marie C. Sievert de Boto eine 
kleine Sammlung dieser mühfeligen, 
gefchmack1ofen Experimente ausges 
krellt hatte. 
Von Weifsfkickereien war nur 
ein e vorhanden, ein Tafchentuch mit 
reicher Bordüre, gut gearbeitet, aber 
gänzlich verfehlt in der Zeichnung 
und durch die Maffe der stickerei, 
welche auf dem feinen Gewebe lafiete. 
1n folcher Arbeit, die zu der mühes 
vollsten Technik gehört, welche die 
Hand der Frau mit Nadel und Faden 
übt, find überhaupt äufserPc fe1ten 
gute zweckmäfsige Zeichnungen zu 
finden. Die AusfteIlung hat uns, in 
allen Ländern, aus welchen die Weifss 
Pcickerei vertreten war, Objekte von 
kindifcher oder von unpaffender Ers 
iindung, auf dem durchf1chtigen Stoffe 
ausgeführt gezeigt; felten, dafs die 
Arbeit einen ruhigen, gewinnenden 
is 
H,H.1 II 
. 
S
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.