Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1899138
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bauer das Material zuführen, den Lehm und M6rtel bereiten und selbst bei den 
grobslen Arbeiten solcher Art mit Hand anlegen. Und das steht drohend bevor. 
Der Untergang dieser nationalen Hausinduslrie ist schwerlich abzuwehren, unsere 
nivellirende Zeit duldet die nationalen Eigenthiimlichkeiten nicht mehr. Erfors 
dert es somit das geschichtliche Interesse, diese alten Traditionen in Museen zu 
sammeln, so tritt noch ein anderes sehr modernes Interesse hinzu, welches ihnen 
Bedeutung verleiht. Wir haben schon darauf aufmerksam gemacht, dass in ihrer 
eigenthümlichen 0rnamentation ein Schatz künstlerischer Motive ruht, der unserem 
nachNeucm bedürftigen Geschmack, insbesondere auch unserenRef0rmbestrebungen 
um so mehr zu Statten kommt, als ihre Art durchaus rationell ist. Es kommt 
nur darauf an, sie zu übertragen, sie verwendbar zu machen und sie zum Theil 
zu verfeinern und zu veredeln. 
Wer von diesem Gesichtspunkte aus die Fülle von Gegenständen, namentlich 
In Gewebe.n und Stickereien betrachtete, welche uns Ungarn, Croatien und Rus 
mänien vor Augen führten, der konnte über ihren Werth nicht länger in Zweifel 
sein. Schon in der Farbe waren sie in ihrer Gesammtheit, wo nicht moderner 
Einfluss schon zu sehen war, durchaus glücklich, und diese Arbeiten aus der Hand 
ungebildeter Bäuerinnen von ungarischen, croatischen, walachifchen D6rfern, sie bil. 
deten darin den vollsten Gegensatz zu den Arbeiten unserer Damen, die ebenso durchs 
weg in der Farbe verkehrt sind, wie jene gelungen. In der Zeichnung wie im 
Schnitt der Gewänder sieht man wohl unterscheidende Merkmale nach der Her. 
kunft, aber Pcilistisch zieht sich ein gemeinsamer CharakterZug der Ornamentati0n 
durch alle diese nationalen Arbeiten von Griechenland und DalI11atien an bis zum 
Norden Skandinaviens, Russland mit eingeschlossen. Insbesondere gilt dies von 
der Leinwand und ihren eingewebten gestickten oder spitzenartigen VerzierungeH 
sowie von den grossen gobelinsartig gewebten und geometrisch in reichen Fakben 
 
 
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