Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1899073
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DIE 
LÄNDER 
UND 
IHRE 
KUNSTARBEITEN. 
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die Gefel1fchaft, welche lich einigermafsen auf der Hohe des Lebens befindet 
und mit der Cultur gleichen Schritt hält, hat die f kandinavifche InduPcrie nies 
mais etwas Eigenthümliches gefchaffen. Die Hanfaftädte, dann Holland und 
England forgten für den Bedarf. Die Spuren davon trifft man noch überall im 
Lande. Nur ein Zweig der K.unPcindufirie, die geprefsten und vergoldeten Les 
dertapeten, findet lich mit feinen UeberrePcen fo häufig noch im Lande, felbfk 
in Bauerhäufern, dafs man ihn wohl der hejmifchen Fabrikation zufchreiben 
muss. Es ist heute, wie die Beifpiele auf der Ausflellung zeigten, in Stockholm 
mit Glück wieder aufgenommen und bewegt sich in den MuPcern des fechszehn. 
ten und liebZehnten Jahrhunderts. Erst im achtzehnten Jahrhundert wurden bei 
Stockholm zu Rorstrand und Guftavsberg zwei Faiencefabriken gefchaffen, um 
Haus und Tafel mit weifs glaf1rtem, buntverziertem Gefchirr zu versehen. Allein 
f1e hatten nur langfam Erfolg, sei es aus Mangel der Kräfte, fei es um der Concur. 
renz willen mit dem billigen chinefifchen und japanifchen Porzellan, welches die 
fchwedifchsindifche Gefe1lfchaft nicht blofs in Schiffen, fondern in Flotten ein. 
führte. Auch bewegten lich ihre Arbeiten ganz in den Formen ihrer Zeit und 
 
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