Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1899063
DAs 
KUNsTGEWERBE. 
monumentaler Bedeutung. Aus einer venetianifchen GiefslIätte i1I auch die rei7.ende 
kleine Figur des trinkenden Knaben von A. Hildebrancl hervorgegangen. 
In allen diesen verfchiedenen Kunfizweigen ift Italien ohne Zweifel auf gutem 
Wege. Sind He zum Theil noch zu fehr antiquarifch gehalten und daher zu unfrei 
vom Standpunkt der Erfindung, f0 wird doch der Uebung, dein Gefchick alsbald 
Anücht der 
Rotunde 
die Originalität, die freie Schöpfung folgen, wie es Zum Theil schon gefchehen ist. 
Gehen wir von Süden nach Norden, die Gruppe der grossen Induskrie1änder 
einstweilen überspringend, fo finden wir auch in den beiden skandinavischen 
Ländern, Schweden und Norwegcn, das Gemifch des Modernen und des 
Eigenthumlichen, oder richtiger gesagt, beides unvermittelt nebeneinander. Aber 
wie anders als. in Italienl Besteht die Se1bskständigkeit und Eigenthümlichlceit 
der italienischen Kunslinduskrie in einem Zurückgehen auf feine glänzende Kunst 
vergangenheit zur Lofung der höchsten kunstinduskriel1en Aufgaben, so ist im 
Norden das Eigenthümliche nur national, nationa1e HausinduPcrie feiner länds 
lichen Bevölkerung, nur Arbeit für das eigene Haus und den eigenen Gebrauch. 
Dass von dieser Art Industrie oder menschlicher Handarbeit noch vieles tradis 
tione1l aus alter Zeit vorhanden sein muss, darauf lässt uns schon die Ausdehs 
nung des Landes, die geringe Dichtigkeit der Bevölkerung, die Entfernung und 
Abgefchl0fsenheit der Ortschaften schliessen. Und so ist es auch, von schonen 
angefangen bis zum Nordcap hinauf.  
Für das Schlofs, für die Kirche, für das wohlhabende Haus und überhaupt 
F      ji
        

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