Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1898971
so   it 
 
DIE 
LÄN DER 
UND 
IHRE 
KUNSTARBEITEN. 
fonPcigen Eifengeräthe von Madricl und T0ledo, deren erPcc. Beifpiele von dem 
Madrider Zuloaga wir 186y auf der Parifer AusPcellung fahcn. Hier erregten He 
bereits in Anwendung auf WaffenPcijcke wie auf Schrcibgeräth bei jedem Kens 
net eine wohlverdiente Bewunderung, die heute bei ausgedehnter Vermehrung 
der Gegenstände allgemein geworden iPc. BCWUI1dCkI1SWUkdIg iPc die Reinheit 
und Schönheit der 0rnamente und die Genauigkeit und Schärfe der fchwierigen 
Arbeit. Diefe grofsen Schilde, die zum Theil auch mit hochgetriebenen Figuren 
verziert lind Cdas HauptPcuck erwarb das öfierreichische Mufeumj, diefe Käftchen, 
Schalen und SchmuckgegenPcände, diefe Degen, D0lChe, MCffer und Pistolen 
machen mit regelmäfsigen, fchön gezeichneten blanken 0rnamenten auf dem 
fchwarzen Stahlgrunde den nObe1fien Effect. 
EbenhulZscal 
Gleich nach dicfcn Arbeiten kommen an Intcreffc die buntgeflreisten Gewebe, 
urfprunglich mantelartige, in cigenthiimlicher VVcifc getragene Decken der Volks. 
tracht, die nunmehr zu Portieren, Möbelftoffc11, Vorhängcn vielfach benutzt wer. 
den. Mit ihrer rationellen 0rnamentation verbinden lich die fchönPcen Farben. 
1limmungen, wobei man den ebenso naturgemäfsen, wie reichen und effectvollen 
Befatz und Behang mit Franfen und Quaften nicht überstehen darf. Vor ihrer 
Schönheit und Wirkung erblafst alles, was die fpanifche Weberei an modernen 
Geweben von Tifchdecken und fonftigen MobelPcoffen ausgefiellt hatte. Auch 
diefc geltreiften Gewebe f1ndiohne Frage maurifche Tradition, eine lebendigere, 
farbenreichere Variation des afrilcanifchen Burnus. Ihnen hätten lich die fpaHj. 
fchen Spitzen,in Schleiern, Mantillen und Kanten anfchliefsen können, die im 
Gegcnfatz zu den franzöf1fchen und belgifchen ihre eigene Ornan1entation he. 
wahrt haben; leider waren f1e fo gut wie gar nicht auf der AusPcellung erfchiencn, 
Auch die Poterien Spaniens haben unle1Ygbar Reminiscenzen der maurisch. 
arabifchen Zeit bewahrt. Allerdings nicht dasjenige Gefchirr von P0rzellan oder 
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