Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873
Person:
Lützow, Carl Friedrich Arnold Universal Exhibition <1873, Wien>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1897234
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1898932
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UND 
IHRE 
KUNSTARBEITEN. 
mit rother 
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diire, nach einst 
Zeichnung von Jof. 
storck ausgeführt von KütTerle in W 
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halle ausgestellt waren, bewiefen, zwar auf den Standpunkt jener Reform, welche 
eine Umwandlung des Geräths und der Paramente nach mitte1alterlichen Mulkern 
anstrebt, aber es gefcl1ieht diefes ohne erHnderifchen Greift in genauer Irnitati0n 
der alten Stilarten, felbfk mit allen ihren Schwächen. Ebenf0 zeigten die belgis 
fachen Renaiffancemöbel weit mehr hiPc0rifcl1e stiltreue als z. B. die franzöIifchen, 
während eine Anzahl Maj0lilcen, die ebenfalls in der Kunfkhalle ausgePcellt waren, 
weniglkenS in ihren Gegenfiänden von ihren italienifchen Vorbildern unabhängig 
waren; nur standen sie, weil allzufchwärzlich im Ton gehalten, an dec0ratIVem 
Reize hinter ihnen zurück. 
Kann somit die moderne belgifche KunfkinduPcrie, wie achtbar auch immer 
He fein mag, in keiner lsVeife f1ch mit ihrer Vergangenheit vergleichen, fehlt ihr 
vor allem. ein frifcher rühriger IZrfindungsgeiPc, fo gilt das noch weit mehr von 
dem GefchwiPcerlande Holland. Es gab eine Zeit, wo diefe nördlichen Provins 
7.en der Niederlande, mächtig zur see wie in des Politik, auch mit ihrem Ge. 
fchmack den ganzen Norden beherrfchten und den Export ihrer KunfiinduPcrie 
weit nach Süden trugen, wo fie mit weit mehr Originalität und Erfindung in hö. 
herem Grade die Rolle fpielten, welche heute die Schweiz übernommen hat. 
Haben wir doch felbfk in dem gegenwärtigen Mobiliar von Tunis den Einfluss 
von Altholland erkanntl Noch immer ist Holland eine ergiebige Quelle für den 
Alterthumsfreund und den Antiquar, der unerfch6pHich gefchnitzte Möbel, Sils 
berarbeiten, gemalte Faiencen, lcunPcvo1le Eifensch1öffer und f0n1X mancherlei 
Kunfiwaare darin aufzufpüren iweifs. Aber was liefert das heutige Holland von 
gleicher Art dem AuslandeP Wir wüfSten kaum etwas zu nennen, als die 
fcl1illernden Imitati0nen chinef1fchen Perlmutterlacks, die lich mitten in ihrem. 
Cl1inefenthum mit Kaulbach7fchen Compolitionen schmücken, oder Fufsteppiche, 
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